BAG SELBSTHILFE e.V.: Patientenorganisationen empört über Rationierungsforderung der Ärzte
Geschrieben am 20-05-2008 |
Düsseldorf (ots) - "Patientinnen und Patienten müssen nach wie vor mit den medizinisch notwendigen Leistungen versorgt werden", fordert Dr. Martin Danner, Leiter des Referats Gesundheitspolitik und Selbsthilfeförderung der BAG SELBSTHILFE, angesichts der Vorschläge der Bundesärztekammer, der Bundestag möge künftig über finanziell bedingte Leistungskürzungen in der Gesundheitsversorgung beschließen.
"Die Rationierung medizinischer Leistungen bedeutet, dass manche Patienten noch mit dem medizinisch Notwendigen versorgt werden, andere aber nicht. Dies kann doch unmöglich die Forderung der deutschen Ärzteschaft sein." Fassungslos reagiert der gesundheitspolitische Sprecher auf die Zielsetzungen des "Ulmer Papiers", das Ärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe im Rahmen des 111. Deutschen Ärztetages, der noch bis zum 23. Mai in Ulm stattfindet, vorgestellt hat.
Statt sich mit den zahlreichen finanziellen Einschränkungen im Gesundheitswesen abzufinden, sollte das deutsche Gesundheitssystem vielmehr auf eine solide Finanzierungsbasis gestellt werden. "Und bevor den Patientinnen und Patienten das medizinisch Notwendige entzogen wird, muss der Nutzen etablierter Methoden nochmals kritisch geprüft werden. Dies ist Aufgabe der bestehenden Strukturen im Gesundheitswesen. Ein nationaler Gesundheitsrat - wie von der Bundesärzteschaft gefordert - ist überflüssig", so Dr. Martin Danner mit Hinweis auf die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Krankenkassen und Patientenorganisationen im Gemeinsamen Bundesausschuss.
Die BAG SELBSTHILFE e.V. - Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen - ist die Vereinigung der Selbsthilfeverbände behinderter und chronisch kranker Menschen und ihrer Angehörigen in Deutschland. Sie ist Dachverband von 104 bundesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen, 14 Landesarbeitsgemeinschaften und 4 Fachverbänden. Über ihre Mitgliedsverbände sind in der BAG SELBSTHILFE mehr als eine Million Menschen mit körperlichen, seelischen und geistigen sowie Sinnes-Behinderungen und Menschen mit unterschiedlichsten chronischen Erkrankungen zusammengeschlossen.
Originaltext: BAG SELBSTHILFE e.V. Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/52614 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_52614.rss2
Pressekontakt: Elisabeth Fischer BAG SELBSTHILFE e.V. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kirchfeldstraße 149 40215 Düsseldorf Fon: 0211 3100625 Fax: 0211 3100634 www.bag-selbsthilfe.de elisabeth.fischer@bag-selbsthilfe.de
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
137933
weitere Artikel:
- Dött: Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat das Klimaschutzprogramm oberste Priorität Berlin (ots) - Zu den aktuellen Erklärungen von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in der Presse zum Stand der Arbeiten am Integrierten Energie- und Klimapaket der Bundesregierung innerhalb der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, erklärt die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagfraktion, Marie-Luise Dött MdB: Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird die Gesetzesvorlagen zum Integrierten Energie- und Klimaprogramm weiterhin konstruktiv begleiten. Wir stehen zu den Vereinbarungen im Integrierten Energie- und Klimaprogramm und zum besprochenen mehr...
- Legislativvorschlag zum Health Check der EU-Agrarpolitik: Vorschläge der EU-Kommission unzureichend / Minister Seehofer muss Blockadehaltung aufgeben Berlin/Mainz (ots) - Bioland unterstützt die Bereitschaft der EU-Kommission zur Reform der EU-Agrarpolitik bis 2013. "Die für heute angekündigten Legislativvorschläge zur Umschichtung von Agrarzahlungen in die Förderung ländlicher Entwicklung sind angesichts der umwelt- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen jedoch absolut unzureichend", so Thomas Dosch, Präsident von Bioland. Die Reformvorschläge dürften nicht zu einem Auseinanderdividieren von Regionen und Groß- und Kleinbetrieben in der Landwirtschaft führen. Vielmehr müsse sicher mehr...
- Mitteldeutsche Zeitung: Rücknahme des Diäten-Beschlusses von Arnim: Kraft der öffentlichen Meinung hat sich gezeigt Halle (ots) - Der Verwaltungsrechtler und Parteienkritiker Hans Herbert von Arnim hat das Scheitern der Diätenerhöhung begrüßt. "Hier zeigt sich die Kraft der öffentlichen Meinung und der öffentlichen Kritik, die die dreisten Auswüchse, die die Große Koalition in eigener Sache beschließen wollte, noch zu verhindern weiß", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe). "Es geht allerdings nicht nur um die Verhinderung dieses Coups. Die Anlehnung der Diäten an die Bezüge von Bundesrichtern ist von Grund mehr...
- Peter Götz zum Weltpräsidenten der "Global Parliamentarians on Habitat" gewählt Berlin (ots) - Die Pressestelle der CDU/CSU-Bundestagsfraktion teilt mit: Der kommunalpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Peter Götz wurde auf der Sechsten Europäischen Konferenz der "Global Parliamentarians on Habitat" in Bukarest/Rumänien zum Weltpräsidenten dieser internationalen Parlamentarier-Organisation gewählt. Unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen engagiert sich diese weltweit agierende Parlamentariervereinigung für Dezentralisierung und kommunale Selbstverwaltung, aber auch für nachhaltige Stadt- mehr...
- Dagmar Enkelmann: Angst stoppt Diätenerhöhung Berlin (ots) - "Neben der obligatorischen Angst vor der LINKEN war es dieses Mal auch die Angst vor einer aufgebrachten Bevölkerung, die die Koalition die dreiste und verlogene Diätenerhöhung hat stoppen lassen", erklärt Dagmar Enkelmann. Die 1. Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion DIE LINKE weiter: "Offenbar hat insbesondere die SPD nicht mit dem öffentlichen Druck durch die Bürgerinnen und Bürger gerechnet. Auch eine Große Koalition kann nicht machen, was sie will. Das Scheitern der Diätenerhöhung legt zugleich offen, dass mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|