Allg. Zeitung Mainz: Flügelschlagen (Kommentar zur Konjunktur)
Geschrieben am 27-01-2009 |
Mainz (ots) - Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, heißt es im Volksmund. Was da gestern vom Ifo-Institut über die aktuelle Stimmung in der Wirtschaft berichtet wurde, ist noch nicht einmal ein Spatz, aber es ist zweifelsfrei Flügelschlagen, was die Konjunkturexperten da in der deutschen Wirtschaft wahrgenommen haben, und zwar eines, dass sie seit sieben Monaten nicht mehr gehört haben. Das kommt jedoch nicht davon, dass sich die Konjunktur weltweit schon zu erholen beginnt, sondern ist eine Reaktion auf die Maßnahmenpakete, die allerorts und vor allem auch bei uns derzeit geschnürt werden. 100 Milliarden Bürgschaftsvolumen, um den Banken jede Ausrede zu nehmen, die Kreditversorgung der Wirtschaft nicht gewährleisten zu können, seit gestern weitere 50 Milliarden, um in die Infrastruktur zu investieren, den Autoabsatz zu fördern und weniger Steuern und Abgaben, um die Menschen bei Konsumlaune zu halten, sind Entscheidungen, die offenbar zu wirken beginnen. Das zeigt die leichte, aber sehr wohl messbare Aufhellung der Stimmung bei den deutschen Managern. Dazu trägt auch bei, dass die, die Exportunternehmen führen, überzeugt sind, auch von den Konjunkturpaketen profitieren zu können, die in anderen Industrienationen bereitgestellt werden. Das ist Selbstvertrauen pur. Genau dies benötigen wir derzeit mehr als alles andere, Selbstvertrauen, dass wir stark genug sind, aufrecht durch das Rezessionstal zu kommen. Nur dann nämlich werden sich die Verantwortlichen in der Wirtschaft an das halten, was sie seit Wochen versprechen, nämlich so lange wie irgend möglich soviele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Deshalb muss es jetzt sehr schnell gehen mit der Freisetzung der 50 Milliarden. Bundesrat und Bundestag können in den kommenden Tagen beweisen, dass sie fähig sind, die Signale, die die Ifo-Experten gemessen haben, schnell in richtige Entscheidungen umzusetzen. DickesLob und schnelle Anerkennung wären der Politik so sicher wie selten zuvor.
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