Lausitzer Rundschau: HRE-Aktionäre können Aktien bis Mai an Bund verkaufen
Geschrieben am 17-04-2009 |
Cottbus (ots) - Jetzt soll alles ganz schnell gehen. Bis zum 4.Mai will der Bund bei der Skandalbank Hypo Real Estate (HRE) das Sagen haben. Dafür macht er den Aktionären ein Angebot, das sie nicht ablehnen können. Ein Sündenfall mit Turbolader. Der Schritt stellt einen Tabubruch dar, er ist aber alternativlos. Würde die HRE dem freien Spiel der Märkte überlassen, würde ihr Zusammenbruch ein Finanzbeben ungeahnten Ausmaßes verursachen. Ein solches Beben muss mit allen Mitteln verhindert werden. Natürlich werden viele Anleger nun zögern und auf ein eventuell besseres Angebot spekulieren. Vom Staat werden sie keines bekommen. Auch Großaktionär Flowers sollte seine Papiere abstoßen. Er hat sich verspekuliert. Wäre der Staat nicht mit Garantien eingesprungen, wären die Aktien überhaupt nichts mehr wert. Deswegen ist die nun gestellte Übernahmefrist eher ein Ultimatum. Denn am Ende droht die Enteignung. Flowers hat recht, wenn er sagt, dass ein solcher Schritt das Image Deutschlands als Investitionsstandort ramponieren würde. Doch es wird nicht dazu kommen. Der Bund wird nach Erreichen der Mehrheit eine Kapitalerhöhung durchführen und so den Aktienanteil des Großaktionärs bis zur Bedeutungslosigkeit verwässern. Der neue Eigner muss nach der Übernahme weiter auf die Tube drücken und die Sanierung der ehemaligen Hypovereinsbank-Tochter vorantreiben. Vielleicht lässt sich durch den Umbau und den Verkauf einzelner Teile ja ein höherer Preis erzielen, als der, der nun fällig ist. Der eigentliche Skandal ist und bleibt aber nicht die Verstaatlichung. Sondern die Tatsache, dass diejenigen, die die Bank vor die Wand gefahren haben, nicht zur Rechenschaft gezogen werden können.
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