Lausitzer Rundschau: Die Unvollendete Das Finaljahr der IBA in der Lausitz und die Zukunft
Geschrieben am 17-01-2010 |
Cottbus (ots) - Ein Jahrzehnt lang hat die Internationale Bauausstellung im Sinne des Fürsten Pückler Landschaft verändert. Keineswegs allein. Dass heute Experten von Amerika bis China und Australien auf die Lausitz und das Seenland schauen, ist das Werk vieler. Allen voran jener Pioniere von Bartsch, Momper, Joswig bis Rippl, die eine Vision von dieser Region nach dem Braunkohlebergbau entwickelten und dann auf eine IBA in der Lausitz drängten. Ihnen war schnell klar, dass die Dimension des Landschaftswandels - mit 5000Quadratkilometern wurde die Lausitz die größte Landschaftsbaustelle Europas - bisherige Vorstellungen sprengen würde. Dass Kommunen materiell und visionär überfordert gewesen wären, das Tagebauloch vor der Haustür allein zu einer Attraktion werden zu lassen. Hier musste kreativer Geist Einzug halten, um gepaart mit dem Potenzial der Region Einmaliges zu schaffen. Denn nur dann bestand die Chance, sich abzuheben von anderen Seenlandschaften. Die Förderbrücke F60, das heutige Schaubergwerk am künftigen Bergheider See, wurde schließlich zur Initialzündung. BTU-Professor Günter Bayerl, Experte für Technikgeschichte, prophezeite zu jener Zeit: Wenn die F60 gesprengt wird, stirbt die IBA. Der Stahlgigant wurde nach langem Kampf und bestandener Feuertaufe für den späteren IBA-Geschäftsführer Rolf Kuhn nicht abgerissen. Und die IBA hatte sich selbst den Maßstab für künftige Projekte gesetzt: Unmögliches gibt es nicht! 30Projekte sind es im Finaljahr, die es größtenteils ohne die IBA nicht gegeben hätte. Allen voran die lange auf der Kippe stehenden Biotürme von Lauchhammer oder der zehn Jahre nicht von der Projektliste gestrichene schwimmende Steg, der nun auf dem Sedlitzer See Gestalt annimmt. Und dennoch wird diese IBA eine unvollendete sein - was keineswegs negativ zu bewerten ist. Denn mit ihren Planungen wird zugleich eine Brücke in die Zukunft geschlagen. Bergbausanierung in der Lausitz wird weitergehen. Und die Kreativität ist schon in den IBA-Nachfolger Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg übergegangen, dem bisher noch der sächsische Part fehlt. Und wann könnte die IBA endgültig abgeschlossen sein? Antwort: Wenn das Seenland komplett geflutet, mit schiffbaren Kanälen und Tunneln verbunden, die Uferböschungen gestaltet sind. Dem Besucher dann zu präsentieren, in welcher Landschaftsschau auch immer, was Bergbausanierung leisten kann - das wäre die vollendete IBA.
Originaltext: Lausitzer Rundschau Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47069 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_47069.rss2
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