IT-Studie von Handelsblatt und Droege & Comp.: Unternehmen investieren stärker in die Expansion
Geschrieben am 16-03-2007 |
Düsseldorf (ots) - Die Unternehmen blicken bei ihren Investitionen in die Informationstechnologie wieder stärker auf das Thema Expansion. Nachdem jahrelang Kostenersparnis die IT-Budgets dominierte, wollen die Firmen mit Hilfe ihrer IT nun ihr Kerngeschäft ausbauen. Zu diesem Ergebnis kommt die IT-Studie 2007, die das Handelsblatt, Deutschlands führende Wirtschafts- und Finanzzeitung, und die Internationale Unternehmer-Beratung Droege & Comp. am 16. März auf der CeBIT vorstellen. "Der Vertrieb gewinnt bei den IT-Ausgaben an Bedeutung. Zwar stehen weiterhin Kosten und Effizienz auf der Agenda. Aber die Erwartungen an die Informationstechnik hinsichtlich der künftigen Wachstumsstrategie sind gestiegen", sagt Torsten Frankenberger, Partner bei Droege & Comp.
Wie groß dabei die Herausforderungen sind, zeigt ein weiteres Ergebnis der Studie. Die neuen Aufgaben müssen die IT-Manager der befragten 395 Unternehmen mit Sitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit nahezu unveränderten Budgets erfüllen. Im Schnitt kalkulieren die Unternehmen nur mit einem bescheidenen Anstieg der IT-Kosten um ein Prozent. Da jedoch gleichzeitig die Kosten für den Betrieb der IT-Systeme weiter sinken, gewinnen die Unternehmen de facto mehr Spielraum für ihre Entwicklungsaufwendungen.
Insgesamt hat sich das Verhältnis der Ausgaben "Anwendungen zu Infrastruktur" mit 43 zu 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (41 zu 59 Prozent) weiter leicht verbessert. Immer noch dominieren allerdings die Ausgaben für Infrastruktur. Gleichzeitig sehen aber 61 Prozent der befragten IT-Manager keinen Innovationsstau im Bereich der Anwendungen. Dieses Ergebnis überrascht, waren die Klagen über zu kleine Budgets in den zurückliegenden Jahren doch groß.
Gleichzeitig rücken die IT und das operative Geschäft enger zusammen. So sehen immerhin 20 Prozent der Befragten in der "Harmonisierung der IT und der Geschäftsprozesse" den größten Stellhebel für Kosteneinsparungen. Im Vorjahr hatten die meisten Firmen noch auf IT-Prozesseffizienz gesetzt. Dieser Faktor ist nun auf Rang vier der wichtigsten Sparmaßnahmen gerutscht. Daneben bauen die Unternehmen bei ihren Sparbemühungen auf eine weitere "Konsolidierung der Infrastruktur" (19 Prozent) sowie eine "Bereinigung der Anwendungen" (15 Prozent).
Dabei wollen die Unternehmen verstärkt die Auslagerung von IT-Leistungen nutzen. So wird der Anteil der Fremdleistungen bei der Entwicklung nach Meinung der Befragten von aktuell 31 Prozent auf 34 Prozent im Jahr 2010 steigen. Beim Betrieb wird der Fremdanteil sogar von derzeit 32 Prozent auf dann 40 Prozent zulegen. "Das Thema Outsourcing hat sich damit fest etabliert, auch wenn die Bäume nach wie vor nicht in den Himmel wachsen", sagte Frankenberger. Externe Dienstleister in Indien, den USA und China (Off Shore) werden nach wie vor nur von Großunternehmen sowie der Telekommunikations- und IT-Branche eingesetzt. Die übrigen bevorzugen externe Dienstleister in Osteuropa (Near Shore).
Beim Einsatz neuer Kommunikationstechnologien ist das Bild geteilt. Zwar rechnen die Studienteilnehmer mit einem deutlichen Wachstum bei den Themen UMTS und Voice over IP (VoIP), das Telefonieren über Internet-Datennetze. Nach Einschätzung der Befragten werden bis zum Jahr 2010 mehr als die Hälfte der Unternehmen VoIP einsetzen, derzeit sind es erst 19 Prozent. Für UMTS sagen die Befragten eine Verbreitung von 37 Prozent voraus, derzeit liegt der Anteil bei 18 Prozent. Dagegen wurden die Erwartungen für die Funkchiptechnologie RFID revidiert. "Diese Technologie wurde eindeutig überschätzt", resümiert Frankenberger.
Eher zurückhaltend äußern sich die Studienteilnehmer zu den hohen Erwartungen, was die Verbreitung des neuen Microsoft-Betriebssystems Vista angeht. Aktuell hat sich keiner der Befragten für Vista entschieden. Allerdings wollen immerhin 31 Prozent der Unternehmen bis 2010 zur neuen Microsoft-Plattform wechseln.
Die unangefochtene Marktdominanz des Betriebssoftware-Herstellers SAP wird sich weiter manifestieren. Schon jetzt setzen mehr als zwei Drittel der Befragten SAP-Produkte zur Steuerung ihres Unternehmens ein (ERP). Nur jeweils 4 Prozent arbeiten mit Oracle/Peoplesoft. Dagegen konnte Microsoft Boden gut machen. Nutzten im Vorjahr lediglich 4 Prozent die Firmensoftware des US-Konzerns sind es in diesem Jahr bereits 7 Prozent.
Über die IT-Studie 2007
Bei der Marktstudie "Was bewegt IT-Entscheider 2007" handelt es sich um eine repräsentative Erhebung, an der 395 IT-Entscheider teilgenommen haben. Befragt wurden Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen. Mit 62 Prozent stellt die Industrie den höchsten Anteil, 18 Prozent kommen aus dem Bereich Handel/Dienstleistungen, 20 Prozent sind Finanzdienstleister. 45 Prozent der Befragten waren IT-Entscheider aus größeren mittelständischen Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 100 und 500 Millionen Euro. 34 Prozent kommen aus Unternehmen mit 0,5 bis 2,5 Milliarden Euro Umsatz, 22 Prozent aus Großunternehmen mit mehr als 2,5 Milliarden Euro Umsatz. Die Online-Befragung lief von Dezember 2006 bis Februar 2007. Die Teilnehmer kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Originaltext: Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=8076 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_8076.rss2
Kontakt: Droege & Comp. GmbH Andrea Behrens Unternehmenskommunikation Poststraße 5-6 40213 Düsseldorf Fon: 0211 86731-277 Fax: 0211 86731-116 E-Mail: andrea_behrens@droege.de
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