Rheinische Post: Intrigen bei Opel
Geschrieben am 16-04-2007 |
Düsseldorf (ots) - Von Thomas Reisener
Die Finesse, mit der Opel-Chef Carl-Peter Forster seine Betriebsräte und Gewerkschaften in Schach hält, ist bemerkenswert. Vor zwei Jahren stellte er öffentlich den Fortbestand der Produktion in Bochum in Frage, auf die NRW einmal seine ganze Hoffnung gesetzt hatte. Ergebnis: Die von über 20.000 auf 6800 Mitarbeiter geschrumpfte Belegschaft puschte "ihr" Werk mit erheblichen Zugeständnissen beim Lohn und bei den Arbeitszeiten wieder in die europäische Spitzenklasse. Insidern war deshalb schon lange klar, dass der neue Astra natürlich auch in Bochum gebaut und das Werk natürlich nicht geschlossen wird - zumindest nicht jetzt. Nächster Trick: Opel wird öffentlich den Fortbestand von Bochum verkünden. Und zwar genau jetzt, während die Opel-Nerven in ganz Europa blank liegen, weil neben Bochum noch vier weitere Werke ums Überleben kämpfen. Forster spürt, dass sich die Belegschaften nicht länger gegeneinander ausspielen lassen und sich - erstmalig in der Geschichte der europäischen Gewerkschaften - zu einer belastbaren Allianz über Staatengrenzen hinweg verbünden könnten. Auf eine solche Allianz, so Forsters Kalkül, muss die augenscheinliche Bevorzugung der Bochumer wie ein Dolchstoß wirken.
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