Aktuelle forsa-Studie: Klaps & Ohrfeige schmerzen vor allem die Eltern Umfrage im Auftrag der Zeitschrift ELTERN: 46% geben gelegentlich einen "Klaps auf den Po"/ 71% haben ein schlechtes Gewissen
Geschrieben am 17-04-2007 |
Hamburg (ots) - 17. April 2007 - Trotz öffentlicher Debatte um Disziplin und ratlose Lehrer: Kaum jemand hält körperliche Bestrafungen heute noch für ein gutes Erziehungsmittel. Ein Großteil der Eltern findet körperliche Strafen nahezu wirkungslos und hat anschließend vor allem ein schlechtes Gewissen. Ganz ohne Gewalt wachsen viele Kinder jedoch noch immer nicht auf. Laut forsa haben mehr als jede zweite Mutter und jeder zweite Vater (57 Prozent) ihrem Kind innerhalb der letzten zwölf Monate mindestens einmal einen "Klaps" (46 Prozent) oder eine Ohrfeige (11 Prozent) gegeben, sechs Prozent bestätigen, dem Nachwuchs mindestens 1-2 mal "den Hintern versohlt" zu haben. Dabei spielt die formale Bildung keine Rolle: Die Hand rutscht Eltern mit jeder Art von Bildungsabschluss fast gleichermaßen aus (Hauptschule: 46 Prozent, mittlerer Bildungsabschluss: 49 Prozent, Hochschule/Abitur: 43 Prozent). Dies zeigen jetzt aktuelle, repräsentative Studienergebnisse, die das Berliner forsa-Institut im Auftrag der Zeitschrift ELTERN ermittelt hat. Parallel führte das Magazin eine große Leserbefragung zum Thema durch.*
Wann setzt es was? "Wenn das Kind nicht gehorcht" - 56 Prozent der forsa-Befragten haben dies als Grund für die Bestrafung genannt. Bei den Teilnehmern der ELTERN-Heftbefragung liegt dieser Anteil bei 52 Prozent. Wenn das Kind ihnen oder den Geschwistern gegenüber aggressiv ist, schreiten 39 Prozent der forsa-Befragten und 30 Prozent der ELTERN-Befragten ein; wenn es sich in Gefahr gebracht hat 16 Prozent (forsa) bzw. 25 Prozent (ELTERN-Leserbefragung).
Die "pädagogische Wirkung" ist sehr begrenzt... Die Antworten der Befragten sind ein Schlag ins Gesicht all jener, die heute noch für Körperstrafen plädieren: 58 Prozent der Teilnehmer an der ELTERN-Befragung räumen ein, dass ihre erzieherische Maßnahme "gar keine Wirkung" hatte oder allenfalls "ein paar Stunden" vorhielt. Damit ist die Überzeugung, Schlagen sei völlig nutzlos, unter den ELTERN-Befragten deutlich verbreiteter als unter den forsa-Befragten (35 gegenüber 21 Prozent). Nur ein kleiner Teil ist der Meinung, die Strafe habe "ein paar Monate lang abgeschreckt". Im Allgemeinen halten Mütter und Väter heute nicht mehr viel von Strafen: Der Satz "Strafen bringen gar nichts. Lob und Ermutigung wirken viel besser," findet bei 70 Prozent der forsa-Befragten und 86 Prozent der ELTERN-Befragten Zustimmung.
...das schlechte Gewissen umso größer Eltern, denen die Hand tatsächlich mal ausrutscht, sind darüber sehr unglücklich. Laut forsa haben 71 Prozent danach "ein schlechtes Gewissen". Unter den Teilnehmern der ELTERN-Befragung liegt dieser Anteil sogar bei 87 Prozent. Fast alle bereuen ihren Ausraster im Nachhinein. "Ich habe erklärt, warum mir die Nerven durchgegangen sind" bestätigen 89 Prozent der forsa-Befragten, fast ebenso viele nahmen ihr Kind in den Arm (85 Prozent) bzw. entschuldigten sich und sagten, dass sie es lieb haben (80 Prozent). Das ganze auf sich beruhen lassen können nur sieben Prozent der befragten ELTERN-Leserinnen.
Weitere Ergebnisse lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift ELTERN 5/07 (ab 18. April im Handel).
* Repräsentative forsa-Befragung von 987 deutschsprachigen Personen ab 18 Jahren mit mindestens einem Kind bis 14 Jahren im Haushalt, Januar 2007. Parallel dazu nicht-repräsentative Befragung von 5000 ELTERN-Leserinnen und -Lesern mittels eines standardisierten Fragebogens.
Originaltext: Gruner+Jahr, ELTERN Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=17951 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_17951.rss2
Pressekontakt: Eva Kersting Kommunikation/PR G+J Frauen/Familie/People Gruner + Jahr AG & Co KG Tel: 040/3703-2990 E-mail: kersting.eva@guj.de
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