LVZ: De Maizière warnt vor Reisen nach Afghanistan
Geschrieben am 25-07-2007 |
Leipzig (ots) - Leipzig. Kanzleramtsminister Thomas de Maizière (CDU) appellierte angesichts der aktuellen Sicherheitslage in Afghanistan an die Bürger, die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes ernst zu nehmen. "Das ist nicht Jux und Tollerei", sagte de Maizière gegenüber der Leipziger Volkszeitung (Donnerstagausgabe). "Sowohl im Irak als auch in Afghanistan gibt es eine Entführungsindustrie. Es lässt sich während der Entführung und manchmal auch nicht einmal danach feststellen, ob es sich um eine politisch motivierte oder um eine kriminelle Tat handelt ", äußerte der Koordinator der Nachrichtendienste. Bezogen auf Deutschland gelte die Aussage der Bundesregierung, dass der gesamte Westen Ziel terroristischer Anschläge sein kann. Konkrete Hinweise auf Angriffe gebe es allerdings nicht, nach denen an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit Alarm ausgelöst werden könnte, sagte der Kanzleramtschef. Die innerdeutschen Debatten, ob das Mandat für die Bundeswehr verlängert oder die Zahl der Soldaten erhöht werden sollte, würden in Afghanistan aufmerksam verfolgt. "Die Internetwelt wird von Terroristen sehr aktiv genutzt, sogar während einer Entführung", sagte der Politiker. Es spreche viel dafür, dass die Meldungen vom Wochenende, nach denen einer oder die beiden entführten Deutschen erschossen worden sein sollen, von einem Talibanführer verbreitet wurden als Trittbrettfahrerei, um Unruhe zu stiften, äußerte de Maizière. Reaktionen in einschlägigen Internetforen hätten das gezeigt. "Man darf sich nie in außen- und sicherheitspolitischen Fragen erpressen lassen", mahnte er. Die Lage in Afghanistan sei im Großen und Ganzen nicht schlechter geworden. De Maizière plädierte dafür, die Afghanistan-Mandate in allen drei Elementen zu verlängern.
Originaltext: Leipziger Volkszeitung Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=6351 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_6351.rss2
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