Südwest Presse: Kommentar zum Thema "Fremdenfeindlichkeit"
Geschrieben am 21-08-2007 |
Ulm (ots) - Es gibt zu wenige Politiker in Ostdeutschland, die nicht um den heißen Brei herumreden: Ja, in den neuen Ländern ist das Leben für Ausländer mit einem höheren Risiko behaftet als anderswo. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) ist mutig genug, diese bittere Wahrheit auszusprechen und die Abwiegler und Ignoranten davor zu warnen, die Umtriebe der rechten Szene zu unterschätzen. Die Hetzjagd auf acht Inder im sächsischen Mügeln kam nicht aus heiterem Himmel über den Freistaat. Dort schaffte die NPD bekanntlich den Einzug in den Landtag, was mindestens dafür spricht, dass rechtsradikale Parolen bei vielen Wählern auf fruchtbaren Boden fallen. Zudem steigt in Sachsen wie in den ostdeutschen Nachbarländern die Zahl extremistischer Gewalttaten - Rassismus ist also kein Fremdwort in diesem Teil der Republik. Dennoch ist Ausländerfeindlichkeit nicht auf den Osten beschränkt, selbst wenn die jüngsten Vorfälle diese Vermutung nahelegen könnten. Es wäre ungerecht, nur auf die neuen Länder zu zeigen. Das Ansehen der Deutschen nimmt insgesamt Schaden, wenn sich rechte Gewalt in so brutaler Weise äußert. So lange Täter in aller Öffentlichkeit ihrem Hass freien Lauf lassen können, hat die ganze Gesellschaft Anlass, darüber nachzudenken, wie ernst sie es mit Gastfreundschaft, Toleranz und Zivilcourage im Alltag nimmt.
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