Südwest Presse: Kommentar zu Bahn
(Korrektur)
Geschrieben am 09-01-2011 |
Ulm (ots) - Das Winterchaos bei der Deutschen Bahn mag zwar viele
Kunden verärgert haben. Doch jetzt zeichnet sich ab, dass daraus
etwas Gutes entstehen kann. Man höre und staune, inzwischen hat es
sich bis nach Berlin herumgesprochen, dass Schienennetze und Züge
mitunter modernisiert beziehungsweise ersetzt werden müssen, um einen
möglichst pannenfreien Verkehrsfluss zu ermöglichen. Welch
bahnbrechende Erkenntnis! Das gilt allerdings noch mehr für den
Gedanken, den nun auch Bundesverkehrsminister Ramsauer formuliert
hat: Die Bahn braucht dafür Geld. Richtig! Und zwar am besten das
Geld, das das Unternehmen selbst verdient. In der Privatwirtschaft
würde kein Unternehmer jemals auf den Gedanken kommen, seinem Betrieb
Gewinn zu entziehen, wenn ihm auf der anderen Seite finanziell die
Luft ausgeht, um Maschinen und Fuhrpark, Fabrikgebäude und Personal
voll einsatzfähig zu erhalten. Es sei denn, besagter Unternehmer hat
vor, seinen Betrieb zu verkaufen und ihn deshalb rein mit Blick auf
die Rendite ordentlich aufzudonnern. Genau diese Politik ist in
Berlin lange betrieben worden. Das Projekt Börsengang, das der Bund
mit Vehemenz angestrebt hat, hat die Entwicklung der Deutschen Bahn
ausgebremst. Nun ist der Investitionsstau groß, sehr groß sogar. Und
ausgerechnet jetzt, da der Bund den Gewinn der Bahn sehr gut brauchen
könnte, um den Haushalt zu sanieren, geht es ans Eingemachte.
Finanzminister Schäuble wird das nicht gefallen. Einen anderen Ausweg
aber gibt es nicht: Deutschland braucht eine verkehrstüchtige Bahn,
sofern es als Investitionsstandort nicht aufs Abstellgleis geraten
will.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
309509
weitere Artikel:
- Südwest Presse: Kommentar zur Bahn Ulm (ots) - Das Blutbad in Tucson erschüttert eine ganze Nation.
Die Lehre aus der Tragödie kann jetzt nur lauten: Die Waffengesetze
in den USA müssen verschärft werden. Man denke an die Massenmorde an
der Columbine High School oder vor neun Jahren in Washington, als ein
Heckenschütze aus dem Kofferraum seines Autos heraus Menschen
niederstreckte. Trotz aller Unklarheiten wird offenkundig:
Gesellschaftliche Frustration und die aufgeheizte politische Stimmung
haben eine wichtige Rolle beim Mordanschlag gespielt. Im Internet
wetterte mehr...
- WAZ: Geistige Orientierung. Kommentar von Tobias Blasius Essen (ots) - Neujahrsempfänge sind normalerweise Sammlungsorte
selbstzufriedener Regierungsparteien oder eines angriffslustigen
Oppositionslagers. Norbert Röttgen, im Hauptberuf
Bundesumweltminister und im Nebenjob neuer Chef der deprimierten
NRW-CDU, beschreitet einen dritten Weg. Er will seiner Partei
"geistige Orientierung" schenken, statt ihr griffige Kampffloskeln
für die tägliche Auseinandersetzung mit der rot-grünen
Minderheitsregierung vorzukauen.
In vier zentralen Themenfeldern solle sich die NRW-CDU erneuern
und mehr...
- WAZ: Vergiftetes Klima. Kommentar von Joachim Rogge Essen (ots) - Es ist zu wünschen, dass der Anschlag von Tucson die
politischen Lager Amerikas zur Besinnung kommen lässt. Schier
unversöhnlich stehen sich Befürworter und Gegner der Politik Barack
Obamas nicht nur im Kongress gegenüber. Die Nation selbst ist
gespalten wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
Wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung haben die ideologischen
Scharfmacher, die ihre Foren in Radio und Fernsehen vor einem
Millionenpublikum nutzen, um genüsslich zu zündeln. Der politische
Diskurs in Amerika hat schon seit mehr...
- WAZ: Rote Karte für die Linke. Kommentar von Wilhelm Klümper Essen (ots) - Der SPD-Chef sagt Nein zu einer Zusammenarbeit mit
den Linken im Bund. Damit reagiert er auf die irrlichternde
Kommunismus-Suche von Lötzsch. Überdies warnt Gabriel vor allem vor
den Sektierern im Westen der Republik. Neben den Ost-Pragmatikern
haben sich in den alten Bundesländern in der Tat große Teile des
linksextremen Sektierer-Sammelsuriums in der Linkspartei
breitgemacht. So sitzen in NRW elf Linke im Landtag, von denen sieben
vom Verfassungsschutz überwacht werden. Aus der Fraktion gibt es
Unterstützung für die mehr...
- WAZ: Der gute Vorsatz der SPD. Kommentar von Miguel Sanches Essen (ots) - Sollen sie über Gerechtigkeit reden. Oder über
Fairness. Oder über Fortschritt. Auch gut. Viele Begriffe, eine
Aufgabe: Die SPD sucht nach ihrem Leitstern und will einen "neuen
Fortschritt" definieren. Der erste Eindruck von Gabriels Entwurf: In
der Analyse anregend, aber in den Konsequenzen (noch?) zu vage.
Butter bei die Fische, SPD!
Das Ehegattensplitting ist in der Tat ein interessantes Feld. Es
stammt aus einer anderen Zeit. Der Steuervorteil dazu hat alle Zeiten
überdauert - das Rollenmodell nicht, und die mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|