Soziale Online-Netzwerke: Risiken für die Privatsphäre nicht unterschätzen / TÜV Rheinland fordert mehr Schutz für Mitglieder sozialer Online-Netzwerke / Tipps für die sichere Nutzung
Geschrieben am 22-02-2011 |
Köln (ots) - Nie war es so leicht, Kontakte zu knüpfen und zu
pflegen. Gezielt genutzt bieten soziale Online-Netzwerke wie Facebook
oder Xing im privaten wie im beruflichen Bereich handfeste Vorteile.
Darum legen immer mehr Menschen virtuelle Repräsentanzen von sich an.
Marktführer Facebook zählt heute weltweit mehr als eine halbe
Milliarde Mitglieder, Tendenz steigend.
"Die meisten Nutzer unterschätzen aber die Gefahren, die die
Mitgliedschaft in sozialen Online-Netzwerken mit sich bringt", meint
Martin Gasper. Der IT-Fachmann und seine Kollegen zertifizieren bei
TÜV Rheinland Internetunternehmen aller Art in Bezug auf Datenschutz
und Datensicherheit. So bekommen nur solche Firmen das Prüfsiegel,
die die Speicherung persönlicher Nutzerdaten auf das Notwendige
beschränken und diese vor fremdem Zugriff schützen. Im Falle sozialer
Netzwerke aber gibt es Anforderungen, die darüber hinausgehen. "Hier
geht es nicht nur um Daten, die unbefugt erhoben und verbreitet
werden, sondern gerade auch um die Informationen, die der Nutzer
selbst teilweise unbewusst öffentlich macht."
Denn nicht jeder, der an persönlichen Daten interessiert ist, ist
auch ein Freund. So nutzen zum Beispiel Arbeitgeber soziale Netzwerke
immer häufiger, um sich ein besseres Bild von Bewerbern oder
Mitarbeitern zu machen. Dabei sind nicht nur berufliche und
Fachinformationen von Interesse, wie sie bei Business-Netzwerken wie
Xing oder LinkedIn im Vordergrund stehen, sondern auch "private"
Aspekte, zum Beispiel aus Facebook- oder MySpace-Profilen. "Zwar ist
es rechtlich bedenklich, wenn ein Personalchef etwa
Meinungsäußerungen in Foren oder private Fotos für
Personalentscheidungen nutzt. Aber man kann es nicht ausschließen und
im Zweifel bekommt der Mitarbeiter davon gar nichts mit." Auch
Vermieter, Versicherer oder Kreditgeber können Informationen aus dem
Internet zum Nachteil ihres Besitzers auslegen. Und auch
Online-Betrüger haben es mit solchen Daten deutlich leichter, das
Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen.
Gasper hat darum ganz konkrete Forderungen an die Anbieter
sozialer Netzwerke. "Wie bei Medikamenten mit gefährlichen
Nebenwirkungen müsste man auch hier die Nutzer vor sich selbst
schützen", so der Datensicherheits-Experte. "Wir halten es für
sinnvoll, dass ein neues Mitglied bei der Anmeldung auf mögliche
Risiken hingewiesen wird." Eine weitere Forderung betrifft die
sogenannten Default-Einstellungen. "In den meisten sozialen
Netzwerken kann der Nutzer einstellen, welche Daten für wen sichtbar
sein sollen. Weil aber nur die wenigsten Mitglieder davon Gebrauch
machen, sollten die Grundeinstellungen so restriktiv wie möglich
sein, und nur wenn der Nutzer aktiv andere Einstellungen wählt, gibt
er mehr von sich preis", fordert Gasper. "In der Regel ist jedoch
eher das Gegenteil der Fall."
Darum hält der Fachmann drei Tipps für die Nutzer bereit:
"Erstens: Seien Sie sparsam mit der Preisgabe von Daten und überlegen
Sie sich genau, was Sie veröffentlichen. Zweitens: Schränken Sie in
den Privatsphäre-Einstellungen die Verbreitung Ihrer Daten ein. Und
drittens: Zeigen Sie gesundes Misstrauen, wenn Sie Kontaktanfragen
von völlig Fremden erhalten."
Ihr Ansprechpartner für redaktionelle Fragen:
Jörg Meyer zu Altenschildesche, Presse, Tel.: 0221/806-2255
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