Erstmals in Deutschland steinzeitliche Höhlenkunst gefunden
Geschrieben am 20-07-2011 |
Hamburg (ots) - Nach Jahrzehnten der Suche haben Archäologen
offenbar zum ersten Mal steinzeitliche Höhlenkunst in Deutschland
entdeckt. Wie die ZEIT in ihrer aktuellen Ausgabe exklusiv berichtet,
stießen die Wissenschaftler im oberfränkischen Landkreis Bamberg auf
eine mit zahlreichen Gravierungen verzierte Grotte.
Im Auftrag des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege
untersuchten Forscher die auffälligen Ritzungen. "Wir tippen auf ein
Alter von rund 12 000 Jahren", sagte der Geologe und Archäologe
Bernhard Häck. Denn die schematischen Zeichnungen, die unter anderem
Frauenkörper darstellen, erinnern die Wissenschaftler an Funde in der
Dordogne in Frankreich. Falls sich die Altersschätzung bestätigen
sollte, würde es sich um den allerersten Fund steinzeitlicher
Höhlenkunst in Deutschland handeln.
Bekannt sind zwar zahlreiche paläolithische Funde aus Schwaben;
dabei handelt es sich allerdings um figürliche Darstellungen, etwa
aus Elfenbein. Anders als in Frankreich oder Spanien, das berühmt ist
für die großflächigen Gemälde in den Höhlen Chauvet, Lascaux oder
Altamira, fanden sich in Deutschland jedoch nie Bildartefakte auf
Felswänden.
Nicht nur die rudimentären Aktzeichnungen könnten Hinweis auf
einen besonderen Verwendungszweck der Mäanderhöhle im Altertum sein.
Der etwa fünf Meter lange Raum ist gefüllt mit natürlich entstandenen
Kalkablagerungen, die an Brüste oder Penisse erinnern. Offenbar
ließen sich die frühen Besucher dadurch zu ihren Gravuren
inspirieren. Womöglich sahen die Menschen, so Häck, in der Höhle
einen Ort der Lust und feierten inmitten der anatomischen
Auffälligkeiten Fruchtbarkeitsfeste. Es ist ein "Ort voller Magie",
sagte Häck.
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