Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Obamas Rede zur Lage der Nation
Präsident mit Boxhandschuhen
DIRK HAUTKAPP, WASHINGTON
Geschrieben am 25-01-2012 |
Bielefeld (ots) - Gutes Timing, die Gnade des richtigen
Augenblicks, ist vor allem Fortüne. US-Präsident Barack Obama war das
Glück bei seiner dritten "Rede zur Lage der Nation" so hold wie lange
nicht. Ausgerechnet nachdem der Amtsinhaber unmissverständlich den
Kampf gegen die Ungleichbehandlung von Reich und Arm zu seinem
zentralen Wiederwahlkampf-Thema erklärt hat, muss ein
republikanischer Möchtegern-Herausforderer blankziehen. Mitt Romneys
wenige Stunden zuvor durch Zwang veröffentlichtes Eingeständnis, als
Multimillionär einen Steuersatz auf sein Vermögen zu bezahlen, der
obszön weit unter dem liegt, was ein hart arbeitender Normalverdiener
zu entrichten hat, macht die Konfliktlinien mit Blick auf den Wahltag
am 6. November klar und deutlich. Auf der einen Seite stehen jene
(die Republikaner), die den amerikanischen Traum von gleichen Start-
und Aufstiegschancen für alle zuschanden geritten haben und
verblendet bis trotzig auf Selbstheilung setzen, auf der anderen die
(die Demokraten), die den "American dream" mit einem staatlich
flankierten Wiederaufbauprozess reparieren wollen. So viel
präsidiales Kontrastprogramm war selten. Aber die Vereinigten Staaten
waren auch noch nie so uneins. Die beiden großen Parteien kämpfen
seit Monaten im Kongress einen an Politik- und Arbeitsverweigerung
heranreichenden Stellungskrieg, über den außerhalb Washingtons nur
mit Abscheu der Kopf geschüttelt wird. Obama hat lange versucht, die
Nation getreu seinem Versprechen von 2008 zu einen. Er ist, neben
eigenen Fehlern, immer wieder an der demagogisch aufgeladenen
Betonfraktion innerhalb der Republikaner gescheitert. Die Haltung,
fest an das Gute zu glauben, auch im politischen Widersacher, hat
Obama nun endgültig abgelegt. Eine Garantie für Obamas Wiederwahl ist
das beileibe nicht. Aber ein Anfang.
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News Desk
Telefon: 0521 555 271
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