NRZ: Kommentar zur Praxisgebühr von JAN JESSEN
Geschrieben am 08-03-2012 |
Essen (ots) - Ein Gutes hat die Diskussion über die
Kassen-Rücklagen: Die unselige Praxisgebühr steht auf dem Prüfstand.
Sie ist nicht nur ein Rohrkrepierer, weil sie nie die
Steuerungsfunktion hatte, die sich die Politik von ihr versprochen
hatte. Sie ist nicht nur ein Ärgernis für Ärzte, die viel lästigen,
teuren und unnötigen Aufwand durch das Einsammeln hat. Die
Praxisgebühr ist vor allem eine Abkehr vom Solidaritätsprinzip, das
der Kern des Systems der gesetzlichen Kassen ist: Versicherte werden
mit der Gebühr dafür bestraft, dass sie krank sind und zum Arzt
müssen.
Die Praxisgebühr muss weg. Aber sie kann nicht ersatzlos
gestrichen werden. Die Krankenkassen brauchen das Geld.
Gegebenenfalls muss sie mit Steuermitteln oder über eine geringfügige
Erhöhung der Beitragssätze kompensiert werden. Das allerdings wird
der FDP schwer fallen. Wäre schade. Denn im Kern ist ihre Forderung
richtig. Wann hat man das zuletzt über liberale Politik sagen können?
Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion
Telefon: 0201/8042616
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
382878
weitere Artikel:
- WAZ: Trauer und Zorn. Kommentar von Christopher Onkelbach Essen (ots) - Die deutschen Sicherheitsbehörden haben sich bei der
Aufklärung der Nazi-Morde bis auf die Knochen blamiert. Es dauerte
lange, bis sich die Einsicht verbreitete, dass sie zudem die
Angehörigen der Mordopfer über Jahre mit falschen und demütigenden
Verdächtigungen gequält haben, anstatt Jagd auf die wahren Täter zu
machen. Und offensichtlich ist es immer noch nicht vorbei, wie die
Ombudsfrau für die Opfer der Mord-Serie, Barbara John, berichtet. Im
Umgang mit den Angehörigen findet das Versagen seine Fortsetzung. Da
werden mehr...
- WAZ: Praxisgebühr ändern. Kommentar von Daniel Freudenreich Essen (ots) - Die Praxisgebühr pro Quartal ist grandios
gescheitert. Sie sollte dafür sorgen, dass der Bürger nicht gleich
wegen jeder Kleinigkeit zum Haus- oder gar zum Facharzt rennt. Doch
nach wie vor gehen die Deutschen 18 Mal im Jahr zum Doktor. Mit der
Forderung, die Gebühr abzuschaffen, ist der Politik der Beifall an
den Stammtischen gewiss. Dennoch wäre das ersatzlose Aus für die
Praxisgebühr falsch. Die Kassen haben durch sie zuletzt zwei
Milliarden Euro eingenommen. Darauf könnten sie zwar momentan
verzichten, angesichts mehr...
- WAZ: Das Reich der Reichen. Kommentar von Christopher Shepherd Essen (ots) - Wenn man liest, über welches Vermögen der reichste
Mensch der Welt verfügt, kann einem schlecht werden. Aber nicht vor
Neid - sondern vor Abscheu über die Auswüchse des Kapitalismus, die
es dem Mexikaner Carlos Slim ermöglichen, die Kleinigkeit von 69
Milliarden Dollar anzuhäufen. Laut Forbes-Liste gibt es weltweit 1226
Milliardäre, die zusammen 3,5 Billionen Euro halten. Zum Vergleich:
Der Gesamthaushalt des Bundes für 2012 beträgt gerade 306 Milliarden
Euro. Wie viel Gutes könnte man mit den Billionen der Superreichen mehr...
- Weser-Kurier: Kommentar zum Plus im Gesundheitssystem Bremen (ots) - Reserven von 19,5 Milliarden Euro im
Gesundheitssystem - das klingt gigantisch und weckt jede Menge
Begehrlichkeiten. Leider lassen dabei viele Politiker und Lobbyisten
die notwendige Differenzierung vermissen - sei es aus Kalkül, sei es
aus Unkenntnis. Beispiel Gesundheitsfonds, der ein Polster von 9,5
Milliarden angesammelt hat. Fünf Milliarden davon dürfen erst gar
nicht angetastet werden, sie sind als Rücklage gesetzlich
vorgeschrieben. Den Krankenkassen geht es ähnlich. Sie müssen 25
Prozent einer Monatsausgabe mehr...
- Mittelbayerische Zeitung: Assad erledigt sich selbst
Kommentar zu Syrien Regensburg (ots) - Der diplomatische Kampf gegen die Gewalt in
Syrien lässt Assad völlig kalt: Die Mission der Arabischen Liga, die
Beobachter nach Syrien entsandte, verpuffte. Der UN-Sicherheitsrat
schafft es aufgrund des Vetos vonseiten Russlands und Chinas nicht,
sich auf eine Resolution zu einigen, die das Regime sanktioniert. Und
auch Kofi Annan, der Syrien-Gesandte der Liga und der UN, wird Assad
nicht umstimmen können. Doch Assad erledigt sich ohnehin zunehmend
selbst. Je brutaler er gegen sein Volk vorgeht, umso geringer wird mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|