Rheinische Post: Die Pendler und die FDP
Geschrieben am 02-04-2012 |
Düsseldorf (ots) - Tanken in Deutschland ist teuer wie nie. Mehr
als 1,70 Euro pro Liter Super sind fällig. Nach den Erfahrungen der
Vorjahre muss man davon ausgehen, dass es bis Ostern weiter aufwärts
geht. Die Preiselastizität von Urlaubern ist nun mal gering: Sie
müssen tanken, egal, wie hoch der Preis ist - und das nutzen die
Öl-Konzerne aus. So ärgerlich wie die Abzocke zur Osterzeit ist auch
der Ruf nach einer höheren Pendlerpauschale. Besonders bizarr ist,
dass er von FDP-Chef Rösler kommt. Vor kurzem hatte Rösler noch den
Prinzipientreuen gegeben: "Man kann eine Wahl verlieren, aber nie
seine Überzeugung", hatte er gesagt. Ein überzeugter Liberaler lehnt
die Pendlerpauschale grundsätzlich ab. Denn mit ihr mischt sich der
Staat ins Wohnverhalten seiner Bürger ein: Er fördert einseitig die
Bürger auf dem Land, während er die Städter mit ihren hohen
Wohnkosten allein lässt. Rösler aber ist kein echter Liberaler,
sondern ein verzweifelter Wahlkämpfer. Er will die antiliberale
Steuervergünstigung erhöhen - obwohl er wissen müsste, dass die
Konzerne dann nur noch stärker zulangen. Die marktwirtschaftliche
Lösung der Benzin-Krise sieht anders aus: Je schneller die Bürger auf
spritsparende oder alternativ betriebene Autos umsteigen, desto
schwerer haben es Aral und Co., die Preise zu diktieren. Das sieht
auch die Kanzlerin so - und pfeift ihren Wirtschaftsminister zurück.
Gut so.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
387646
weitere Artikel:
- WAZ: Mächtige Muslimbrüder. Kommentar von Martin Gehlen Essen (ots) - Vergessen sind die Schwüre, sich im
post-revolutionären Ägypten zu mäßigen. In den ersten zehn Monaten
nach dem Sturz ihres Erzfeindes Hosni Mubarak versprachen die
Muslimbrüder, den Weg an die Macht in kleinen Schritten zu gehen, um
das Ausland nicht zu verschrecken, Investoren nicht zu vertreiben und
das eigene Land nicht zu überfordern. Doch je näher in Ägypten der
für Ende Juni gesetzte Übergang von der Militärherrschaft auf eine
zivile Führung rückt, desto mehr lässt die Muslimbruderschaft ihre
Muskeln spielen. mehr...
- WAZ: Wettbewerb muss sein. Kommentar von Tobias Blasius Essen (ots) - Noch ist nicht ausgepokert, wie viele Milliarden die
große Brüsseler Geldverteilungs-Bürokratie ab 2014 nach
Nordrhein-Westfalen pumpen wird. Doch schon jetzt zeichnet sich eine
neue Runde des allzu vertrauten Streits um die
EU-Strukturfördermittel zwischen den Landesteilen Ruhrgebiet,
Rheinland und Westfalen ab. Die schwarz-gelbe Regierung Rüttgers
wollte 2007 die regionalen Eifersüchteleien eindämmen, indem sie
einen offenen Wettbewerb um die förderfähigsten Projekte einführte.
Das war aufwändig und teuer, schuf aber mehr...
- WAZ: Väter gestärkt. Kommentar von Christopher Onkelbach Essen (ots) - Die Lebenswelt der Familien hat sich schon lange
gewandelt. "Patchwork"-Familien, wo etwa ein neuer Partner seine
Kinder mit in die Beziehung bringt oder Alleinerziehende ersetzen
mehr und mehr das traditionelle Familienmodell. Bei jedem dritten
Kind, das zur Welt kommt, sind die Eltern bei der Geburt nicht
verheiratet. Das deutsche Recht hat dies bislang ignoriert. Im
Familienrecht ist zwar geregelt, dass der Vater ein Recht auf Umgang
mit seinem Kind hat, doch damit war der rechtliche Vater gemeint -
nicht der biologische. mehr...
- WAZ: Was eine höhere Pauschale bringt. Kommentar von Gerd Heidecke Essen (ots) - Autofahren ist so teuer wie noch nie. Ein
Spritpreisrekord jagt den nächsten, und daran wird sich aller
Voraussicht nach auch nichts ändern. Rohöl bleibt teuer, der Euro
schwach. Da liegt gerade im deutschen Dauerwahlkampf der Gedanke an
eine Erhöhung der Pendlerpauschale nahe. Doch was würde sie wirklich
bringen? Sie bringt denen, die am stärksten unter der Kostenexplosion
beim Tankgang leiden, am wenigsten. Geringverdiener und alle, die
ihren Arbeitsplatz nah an der Wohnung gewählt haben, finden nur
einige Cents mehr mehr...
- FT: Flensburger Tageblatt Flensburg (ots) - Erst jüngst hat eine amerikanische Studie
empirisch nachgewiesen, dass eine fürsorgliche elterliche Zuwendung,
vor allem die Mutterliebe, die Hirnentwicklung und besonders auch den
Spracherwerb fördert. Das sei auch anatomisch feststellbar, sagt eine
der Autorinnen der Studie, Joan L. Luby. Der Hippocampus, eine
Hirnregion, die Emotionen und Stress reguliert, wächst um bis zu zehn
Prozent stärker, wenn diese Kinder in den ersten Jahren von der
Mutter oder der ersten Bezugsperson viel Zuwendung erfahren. Das
deckt mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|