Energetische Gebäudesanierung: Letzte Chance im Vermittlungsausschuss
Geschrieben am 27-06-2012 |
Berlin (ots) - Pressemitteilung
Bund-Ländern-Gremium will heute nun doch noch einmal über
steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung verhandeln -
DUH fordert schnelle Entscheidung oder endgültige Aufgabe der Pläne -
Andauernde Hängepartie führt zu Attentismus bei potenziellen
Investoren
Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) hat Bund und Länder
aufgefordert, heute die letzte Chance zur steuerlichen Förderung der
energetischen Gebäudesanierung zu nutzen oder aber im
Vermittlungsausschuss (VA) das endgültige Scheitern einzugestehen.
Nach Informationen der DUH sollen im VA nun doch noch einmal (s.
DUH-PM vom 26.06.,
http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&tx_ttnews[tt_news]=2876)
Möglichkeiten für eine Kompromisslösung ausgelotet werden, die eine
für alle Seiten akzeptable Aufteilung der im Zusammenhang mit dem
Gesetz erwarteten Steuermindereinnahmen beinhaltet.
"Die Kontrahenten sollten sich erinnern, worum es geht und worum
nicht: Es geht nicht vorrangig um Kosten und es geht erst recht nicht
um parteipolitische Profilierung, sondern es geht um Klimaschutz und
eine längst überfällige Beschleunigung der Energiewende im
Wärmebereich", sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Er
erinnerte daran, dass bei einer steuerlich angereizten Erhöhung der
Sanierungsrate von Wohngebäuden schon nach wenigen Jahren neben dem
Klima per Saldo auch der Staat über zusätzliche Einnahmen bei der
Mehrwert-, der Einkommens- und der Körperschaftssteuer profitiert.
Dies hätten mehrere Gutachten zweifelsfrei nachgewiesen.
Die schon zuvor viel zu niedrige energetische Sanierungsrate im
Gebäudebestand ist wegen der seit einem Jahr andauernden Hängepartie
zwischen Bund und Ländern um die steuerliche Förderung weiter
eingebrochen. Als Grund wird angenommen, dass viele potenzielle
Investoren geplante Maßnahmen verschieben, um von der seit Sommer
2011 immer wieder angekündigten Neuregelung profitieren zu können.
Bereits bisher gibt es eine Förderung von Maßnahmen zur energetischen
Sanierung von Wohngebäuden über zinsgünstige Kredite der KfW-Bank,
die jedoch nicht zu der aus Klimaschutzgründen als erforderlich
angesehenen Sanierungsrate von mindestens zwei Prozent pro Jahr
geführt hat. "Der Ansatz der Bundesregierung ist richtig, auch
potenzielle Investoren zu locken, die an zinsgünstigen Krediten
weniger, an Steuerabschlägen aber umso mehr interessiert sind",
erläuterte die Leiterin Klimaschutz und Energiewende der DUH,
Cornelia Ziehm, die Position der DUH. Allerdings habe sich längst
gezeigt, dass die Ankündigung einer Förderung, die dann nicht
umgesetzt werde, nur dazu führt, dass potenzielle Investoren auf die
Regelung warten und die Sanierungsrate weiter sinkt.
Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer, Hackescher Markt 4, 10178
Berlin, Mobil: 0171 3649170, E-Mail: resch@duh.de
Dr. Cornelia Ziehm, Leiterin Klimaschutz und Energiewende, Hackescher
Markt 4, 10178 Berlin; Tel.: 030 2400867-0, Mobil: 0160 94182496,
E-Mail: ziehm@duh.de
Dr. Gerd Rosenkranz, Leiter Politik & Presse, Hackescher Markt 4,
10178 Berlin, Tel.: 030 2400867-0, Mobil: 0171 5660577, E-Mail:
rosenkranz@duh.de
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
403638
weitere Artikel:
- Börnsen/Grütters: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels - Liao Yiwu ist eine gute Wahl Berlin (ots) - Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat
vergangene Woche verkündet, seinen diesjährigen Friedenspreis an den
chinesischen Schriftsteller Liao Yiwu zu verleihen. Dazu erklären der
kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,
Wolfgang Börnsen (Bönstrup), und die Vorsitzende des Ausschusses für
Kultur und Medien, Monika Grütters:
"Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt die Entscheidung des
Stiftungsrats. Liao Yiwu ist ein würdiger Preisträger, der auch nach
Meinung der Jury "sprachmächtig mehr...
- Fischer/Lietz: Eine Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung für die Zukunft Berlin (ots) - Heute stellt das Bundesministerium für Verkehr, Bau
und Stadtentwicklung (BMVBS) seine Pläne für die neue Kategorisierung
der Bundeswasserstraßen und die Reform der Wasser- und
Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) vor. Dazu erklären der
verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dirk
Fischer, sowie der zuständige Berichterstatter, Matthias Lietz:
"Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt ausdrücklich die Pläne des
Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) zur
Reform der Wasser- mehr...
- Börnsen/Wanderwitz: Erfolgreiches Förderprogramm für Kinos Berlin (ots) - Staatsminister Bernd Neumann hat im Ausschuss für
Kultur und Medien die kulturellen Fördertatbestände des
Nachtragshaushaltes 2012 vorgestellt. Dazu erklären der kultur- und
medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang
Börnsen (Bönstrup), und der Obmann der Arbeitsgruppe Kultur und
Medien, Marco Wanderwitz:
"Die Bundesregierung hat im Rahmen des Nachtragshaushaltes 2012
weitere drei Millionen Euro für die Digitalisierung der Kinos
bewilligt. Das rasante Tempo der Umstellung des Filmabspiels mehr...
- Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung Frankfurt (Oder) zu Umfragewerten der FDP: Frankfurt/Oder (ots) - Liberalenchef Philipp Rösler wird nun
wieder verstärkt um seinen Parteijob bangen müssen. Das hat sich die
Partei allerdings selbst zuzuschreiben. Wer mit der Verweigerung
einer Transfergesellschaft für die Drogeriekette Schlecker Tausende
Angestellte ihrem Schicksal überlässt, sammelt nun mal keine
Pluspunkte. Und wer wie Entwicklungsminister Dirk Niebel beim
Teppichkauf in Afghanistan vergisst, was sich für Politiker gehört,
und danach in Paraguay frisch an die Macht gekommenen Putschisten die
Hand reicht, mehr...
- Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung Frankfurt (Oder) zur Studie über das Geschichtswissen von Jugendlichen: Frankfurt/Oder (ots) - Geschichte kann ihren Reiz und ihre
Anziehungskraft auf Menschen nur durch Geschichten entfalten. Was
sollen Jugendliche im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen oder am
Holocaust-Mahnmal, wenn ihnen vorher niemand wirklich etwas dazu
erzählt hat? Und das ist nicht nur Aufgabe von Lehrern, bei denen
Eltern die Verantwortung gerne abladen. Es ist schwieriger geworden
in der modernen, medial vernetzten Welt, Kindern und Jugendlichen den
Wert und Sinn des Lesens und Lernens zu vermitteln. Man kann doch
alles in Sekundenschnelle mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|