ALfA fordert Gegenentwurf zum § 217-Entwurf der Bundesregierung - Kaminski: "Lesung zur Geisterstunde verhindert nötige parlamentarische Debatte"/ Aktion Solidarität statt Selbsttötung
Geschrieben am 29-11-2012 |
Köln/Berlin (ots) - Anlässlich der für heute Nacht geplanten
Ersten Lesung des Regierungsentwurfes eine Gesetzes "zur Strafbarkeit
der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung" erklärt die Ärztin und
Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Dr. med.
Claudia Kaminski:
Es ist sehr bezeichnend, dass der Gesetzentwurf der
Bundesregierung zum geplanten neuen § 217 heute zur Geisterstunde
beraten und die Reden lediglich zu Protokoll gegeben werden sollen.
Offensichtlich versucht die schwarz-gelbe Koalition mit dieser Nacht-
und Nebelaktion die nötige, ausführliche parlamentarische Debatte
über die heftig umstrittene Gesetzesvorlage zu verhindern. Angesichts
der von so verschiedenen Seiten wie dem Deutschen Ethikrat, der
Bundesärztekammer, der katholischen und der evangelischen Kirche, der
Hospiz- und der Lebensrechtsbewegung vorgetragen Bedenken gegen den
Gesetzentwurf der Bundesregierung ist dies ein echter Skandal.
Die ALfA fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestags auf,
sich nicht zu Abnickern eines Gesetzes degradieren zu lassen, das den
ärztlich assistierten Suizid durch die juristische Falltür einführen
würde und für eine, die zahlreichen Bedenken sorgfältig prüfende,
parlamentarische Debatte zu sorgen. Am einfachsten zu erreichen wäre
dies aus Sicht der ALfA, wenn sich genügend Abgeordnete fänden, die
gemeinsam einen eigenen Gruppenantrag erarbeiteten und in den
Bundestag einbrächten, der diesen Bedenken Rechnung trägt.
Wer verhindern will, das zukünftig alte und kranke Menschen
gedrängt werden, sich assistiert von fehlgeleiteten Ärzten, Pflegern
oder selbsternannten Suizidbegleitern eigenhändig das Leben zu
nehmen, muss jede Form der organisierten Suizidhilfe unter Strafe
stellen. Kaminski rief in Berlin im Rahmen der Aktion "Solidarität
statt Selbsttötung" von Durchblick e.V. Und BVL alle Ärzte auf, sich
gegen den derzeit vorliegenden Gesetzesentwurf zu wehren. Es könne
nicht sein, dass von Ärzten demnächst erwartet würde, dass sie
'professionell Hand anlegen'. Menschen erwarteten Mitmenschlichkeit
und Verantwortung für die Notleidenden und Sterbenden, die Hilfe zur
Selbsttötung sei das falsche Signal.
Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das
uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein - ob geboren oder
ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung.
Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im
Bundesverband Lebensrecht (BVL). Die ALfA finanziert sich
ausschließlich über die Beiträge ihrer Mitglieder sowie Spenden.
Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.
Ottmarsgäßchen 8 86152 Augsburg Internet: www.alfa-ev.de
V.i.S.d.P. Claudia Kaminski
Pressekontakt:
Dr. Claudia Kaminski
Drckaminski@aol.com
Mobil:0049 172 2353550
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