Klein aber fein / Visitenkarten auf internationalem Parkett (BILD)
Geschrieben am 26-09-2013 |
Köln (ots) -
Eine der häufigsten Fragen in interkulturellen
Geschäftsbeziehungen ist die nach dem korrekten Umgang mit
Visitenkarten. Die Sorge ist groß, dass ein Tritt ins Fettnäpfchen
beim Überreichen der Karte eine Geschäftsbeziehung bereits im Ansatz
ruinieren könnte. Dabei ist die Übergabe mehr als ein Automatismus,
denn sie dient dazu, dem Gegenüber die nötige Aufmerksamkeit
entgegenzubringen. Zudem hilft sie beim Einstieg in den Small-Talk.
Weltweit gibt es Abermilliarden von ihnen: In Taschen, Etuis,
Alben, Schubladen und im Papiermüll. Die Allgegenwärtigkeit der
Visitenkarte mag ein Grund dafür sein, warum sie von Westlern oft mit
wenig Respekt behandelt wird. Auf Englisch nennt man sie "business
card" - Geschäftskarte. In asiatischen Kulturen bedeutet sie hingegen
so etwas wie "Namenskarte", zum Beispiel "Kartu Nama" in Indonesien.
Spätestens jetzt wird klar, warum die Wertigkeit der Kärtchen dort
höher ist als in der westlichen Geschäftswelt. Namen sind das erste
Geschenk der Eltern an ein Neugeborenes. In vielen Kulturen werden
Kindsnamen von den Großeltern bestimmt, dort soll ein Name Glück
bringen, einen Ahnen oder Vorbild ehren. Ebenso kommt dem Namen der
Firma eine große Bedeutung zu.
Die richtige Übergabe ist entscheidend
Beim ersten Zusammentreffen mit Geschäftsleuten im internationalen
Rahmen ist es üblich und höflich, die Visitenkarten nach der
Sitzordnung vor sich zu verteilen, um alle Menschen am Tisch mit
Namen ansprechen zu können. Unbedingt sollten die Karten hinterher
eingesammelt und mit Bedacht eingesteckt werden. Sie sind eben viel
mehr als Daten auf einem kleinen Stück Karton. "Im internationalen
Kontakt - vor allem mit Asien - sollten Visitenkarten generell
möglichst am Anfang der Begegnung überreicht werden, immer mit zwei
Händen, an den Ecken gehalten, mit der Schrift so herum, dass der
Empfänger die Karte lesen kann, ohne sie zu drehen", empfiehlt
Patrick Sourek, der bei den Carl Duisberg Centren interkulturelle
Trainings konzipiert und durchführt. "Am besten überreichen Besucher
die Karte mit den Worten 'This is my card. Do you have one for me?'
Eine Karte wird immer in den Handflächen mit einem 'Thank you'
akzeptiert. Ein solches Verhalten wirkt am natürlichsten und
funktioniert überall. Bei Interesse an landesüblichen Ritualen, wie
zum Beispiel in Japan, bietet es sich an, sich vorab zu informieren
und diese einzuüben. Trotzdem kann es sein, dass dabei Fehler
unterlaufen. Ein 'Fremdlingsbonus' wird üblicherweise gern gewährt,
wenn die empfangene Karte mit gebührender Aufmerksamkeit und Achtung
behandelt wird", so Sourek.
Einstieg in den Small-Talk
Die angemessene Würdigung des Gesprächspartners durch einen
respektvollen Umgang bei der Kartenübergabe ist wegbereitend für die
weitere Kommunikation. Zudem kann die Visitenkarte als Einstieg in
den Small-Talk genutzt werden. Schließlich ist die persönliche
Beziehung für die Mehrheit der Kulturen dieser Welt Voraussetzung für
erfolgreiche Geschäftsverhandlungen. So bietet sich zum Beispiel
folgende Frage an: "Ich sehe, Ihre Firma ist in XY.... Bestimmt ist
es schön dort. Wohnen Sie in derselben Stadt?" (Zwischen den Zeilen
heißt das: Ich möchte etwas über Sie herausfinden, bevor wir zum
Geschäftlichen kommen.)
Weil es für Europäer oft schwierig ist, Namen korrekt
auszusprechen oder Vor- und Nachname zu unterscheiden, sind auch
folgende Fragen hilfreich: "Entschuldigen Sie, wie spreche ich Ihren
Namen/Firmennamen korrekt aus?" (Ich würdige Ihren Namen und möchte
es richtig machen.) Eine andere Möglichkeit ist: "Hier stehen einige
Namen - wie möchten Sie angesprochen werden?" oder "Hat Ihr Name eine
besondere Bedeutung?" Wer nach den Antworten eine kleine Pause
einlegt, wird sehen, dass sein Gegenüber wahrscheinlich ähnliche
Fragen anhand der eigenen Karte stellt, und schon ist ein Gespräch im
Gange, ohne dass Sie einmal das Wetter erwähnt hätten.
Viele deutsche Geschäftspartner tun sich schwer mit dem Austausch
von persönlichen Informationen. Hier ist es möglich, die Karte selbst
zum Thema zu machen, etwa mit den Sätzen: "Was bedeutet diese
Farbe/Ihr Logo/der Name Ihrer Firma?" (Dies setzt allerdings voraus,
dass die entsprechenden Gegenfragen beantwortet werden können.) Mit
solchen Fragen demonstrieren Sie menschliches Interesse und bleiben
trotzdem bei geschäftsnahen Themen. Zum Schluss bedanken Sie sich
noch einmal für die Karte. Ganz nebenbei haben sich beide
Gesprächspartner Gesicht, Position in der Firma und einiges mehr
voneinander besser eingeprägt, was ja der Sinn beim anfänglichen
Knüpfen von Geschäftskontakten ist.
Nutzen Sie Ihre Visitenkarte, um Türen und Gesprächspartner zu
öffnen. Ein Sprichwort besagt: "Wenn Sie Andere über sich sprechen
lassen, werden Sie als toller Konversationspartner in guter
Erinnerung bleiben." Und das kann sicherlich nur gewinnbringend für
eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung sein.
Weiteres Informationsmaterial und Links:
Zusätzliches Informationsmaterial zum Text, wie den
geschichtlichen Hintergrund der Visitenkarte und weitere Beispiele
für einen geschickten Small-Talk-Einstieg, finden sie in der
pdf-Version der Pressemeldung unter: http://ots.de/T3UHR
Informationen zu Patrick Sourek unter:
http://www.carl-duisberg-interkulturelles-training.de (Unser Team)
sowie Pressefoto: http://ots.de/WVIVK
Informationen zu den Carl Duisberg Centren finden Sie in unserer
Pressemappe: http://www.cdc.de/index.php?id=171
Pressekontakt:
Carl Duisberg Centren
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Anja Thiede
Hansaring 49-51, 50670 Köln
Tel. 0221/1626-261, Fax: 0221/1626-337
E-Mail: anja.thiede@cdc.de
Internet: http://www.cdc.de/index.php?id=175
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