Westdeutsche Zeitung: Blatters Ein-Mann-Show hat Folgen =
von Lothar Leuschen
Geschrieben am 21-04-2014 |
Düsseldorf (ots) - Der Zauberlehrling des Fußballs gerät in Panik.
Joseph Blatter wird die Geister nicht mehr los, die er selbst ohne
Unterlass rief. Sie heißen Macht und Mammon. Mit jedem Tag tanzen sie
dem Präsidenten des Fußball-Weltverbandes unverhohlener auf der Nase
herum. Die Weltmeisterschaft in Katar wird zwar erst in frühestens
acht Jahren angepfiffen, doch schon jetzt steht sie unter einem
denkbar schlechten Stern. Hoffnungslos unterbezahlte Arbeiter aus
armen Nachbarstaaten des schwerreichen Scheichtums kommen auf den
Stadienbaustellen ums Leben. Immer wieder gibt es Unfälle. All das
vergessen Fußballfans nicht. Wie soll diese Weltmeisterschaft im
Emirat noch ein Erfolg werden? Unmöglich. Aber so leicht gibt sich
ein Joseph "Sepp" Blatter nicht geschlagen. Die Vergabe von
Weltturnieren ist längst seine ureigene Domäne. Sie verschafft ihm
Macht und Einfluss, weil er es versteht, das Turnier dorthin zu
vergeben, wo möglichst viele Nationalverbände etwas davon haben. Denn
deren Vertreter wählen ihn wieder und wieder zum Präsidenten der
Fifa. So einfach funktioniert das System des 78 Jahre alten
Schweizers. Damit das so bleibt, darf auf die Vergabeentscheidungen
kein schlechtes Licht fallen. Das war so, als Russland die WM 2018
zugesprochen bekam. Das ist so mit den Wüsten-Spielen von Katar.
Alles sauber, alles rein. Und wenn nicht, dann sind andere schuld. In
diesem Fall sollen ausgerechnet deutsche Firmen nicht in der Lage
sein, die Arbeit an den vielen Stadien im kleinen Emirat zu
koordinieren. Dabei ist es gerade erst acht Jahre her, dass viele
eben dieser Unternehmen in Deutschland eine schlicht perfekte
Weltmeisterschaft möglich gemacht haben. Die Vergabe der Fußball-WM
2022 an das Emirat Katar ist und bleibt ein schlechter Witz der Fifa
mit bedrückenden Folgen. Die Verantwortung dafür trägt einzig und
allein Sepp Blatter, weil er alle Warnungen in den Wind schlug.
Blatter hat die Fifa lange Jahre mit viel Diplomatie, noch mehr
Geschick und wirtschaftlichem Erfolg gesteuert. Aber die Zeiten der
Ein-Mann-Show sind spätestens dann vorbei, wenn die Diktatur von
Macht, Mammon und Eitelkeit zu Tragödien wie jenen in Katar führt.
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