Weser-Kurier: Kommentar von Silke Hellwig zur Sterbehilfe-Diskussion
Geschrieben am 03-11-2014 |
Bremen (ots) - Brittany Maynard ist tot, und ihr Abschied mag so
würdevoll gewesen sein, wie es sich die todkranke Frau gewünscht hat.
Still war er nicht - ein internationales Millionenpublikum stand
quasi am Sterbebett, weil Maynard alle Welt an ihrem Schicksal
teilnehmen ließ. Ihr Privatleben hatte die US-Amerikanerin aus freien
Stücken zu Grabe getragen, wenngleich im Sinne ihrer Sache, dem Recht
auf aktive Sterbehilfe. Sie war eigens in einen anderen
US-Bundesstaat gezogen, wo sie den Zeitpunkt ihres Todes legal selbst
bestimmen konnte. Dass Bundesstaaten und Nationen unterschiedliche
moralische Grundsätze vertreten, macht die ohnehin heikle Debatte
noch schwieriger. Wie kann hier undenkbar sein, was dort ohne
Weiteres möglich ist, ohne dass sich der Himmel auftut? Doch
Selbstmord-Tourismus scheint eine bequeme politische Lösung zu sein.
Jahr für Jahr reisen Menschen aus Deutschland, Frankreich und
Großbritannien in die Schweiz, um zu sterben. Die deutsche Regierung
bleibt bei ihrem Verbot und legt sich nicht mit den Kirchen an. Aber
nur wer Geld und Hilfe hat, kann in einem anderen Land sein Leiden
beenden. Und so macht der Tod alle Menschen gleich, aktive
Sterbehilfe gibt es aber nur in der ersten Klasse. Und das kann nicht
die letzte Antwort sein.
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Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
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