Kölner Stadt-Anzeiger: Bistum Münster kritisiert Weigerung der Stadt Münster zur Bezuschussung des Katholikentags 2018
Geschrieben am 27-03-2015 |
Köln (ots) - "Parteipolitisches Getöse droht Münster als
Hauptstadt der Provinzialität dastehen zu lassen" - Spiegelbild einer
"neuen Phase" im Staat-Kirche-Verhältnis
Nach der Weigerung der Stadt Münster, den Katholikentag 2018
finanziell zu unterstützen, hat das gastgebende Bistum Münster diese
Entscheidung scharf kritisiert. Viele Mitglieder des Rats seien
"weder an Beratung noch an Fakten interessiert gewesen", sagte der
Diözesanbeauftragte für den Katholikentag 2018, Domkapitular Klaus
Winterkamp, dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe). Der
Geistliche sieht in dem Streit ums Geld auch parteipolitisches Getöse
vor den OB-Wahlen im Herbst. Münster drohe dadurch als "Hauptstadt
der Provinzialität" dazustehen. Die Ratsmehrheit Mehrheit aus SPD,
Grünen und Linkspartei lehnte den Antrag ab, 1,2 Millionen Euro als
Zuschuss für das geplante Christentreffen bereitzustellen, das vom
Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und dem Bistum
gemeinsam veranstaltet wird. Stattdessen sollen nun Sachleistungen
geprüft werden. Das Grundgesetz kenne gerade nicht die strikte
Trennung von Kirche und Staat, sondern fördere das
zivilgesellschaftliche Engagement, betonte Winterkamp mit Blick auf
vorangegangene Debatten im Rat. Andererseits spiegele der Konflikt
auf der "Mikro-Ebene" die Debatten um den Ort von Religion in der
säkularen Gesellschaft insgesamt und "eine neue Phase des Ringens im
Miteinander von Staat und Kirche". Das Bistum setzt nach Winterkamps
Worten auf eine einvernehmliche Lösung. "Wir gehen felsenfest von
einem Katholikentag 2018 hier in Münster aus."
Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 3149
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