BERLINER MORGENPOST: Zeit für Erneuerung / Kommentar von Christine Richter zu Frank Steffel
Geschrieben am 21-01-2019 |
Berlin (ots) - Kurzfassung: Es ist eine Überraschung zum
Wochenanfang: Frank Steffel, der langjährige Reinickendorfer
Kreisvorsitzende der Berliner CDU, zieht sich nach 18 Jahren aus der
ersten Reihe zurück. Freiwillig, wie er in einem Brief an die
Parteimitglieder schreibt. Nicht ganz so freiwillig, wie es führende
CDU-Vertreter berichten. So oder so: Steffel macht den Weg frei - und
das ist gut so. Die Berliner CDU liegt in Umfragen derzeit bei 16, 17
Prozent - viel zu wenig, um an die Macht zu kommen. Die Partei muss
ihre Positionen in der Mobilitäts-, Wohnungs- oder Bildungspolitik
sehr viel deutlicher machen. Vor allem aber Gesicht zeigen - und sich
erneuern. Ein erster Schritt ist gemacht.
Der vollständige Kommentar: Es ist eine Überraschung zum
Wochenanfang: Frank Steffel, der langjährige Reinickendorfer
Kreisvorsitzende der Berliner CDU, zieht sich nach 18 Jahren aus der
ersten Reihe zurück. Freiwillig, wie er in einem Brief an die
Parteimitglieder schreibt. Nicht ganz so freiwillig, wie es führende
CDU-Vertreter berichten. So oder so: Steffel macht den Weg frei - und
das ist gut so. Steffel hat es der Berliner CDU nie leicht gemacht -
und doch für seine Partei große Erfolge erzielt. Er galt als großes
Nachwuchstalent, als er 2001, nach der CDU-Spendenaffäre in Berlin
und dem Bankenskandal, Spitzenkandidat wurde. Doch als von seinen
Kampagnen-Managern inszenierter "Kennedy von der Spree" scheiterte
Steffel krachend, auch wegen zahlreicher eigener Fehler. Den
Fraktionsvorsitz gab er bald auf, im Landesvorstand mischte er
weiterhin mit - immer laut, nicht immer zielführend. In
Reinickendorf, da aber machte Steffel viel richtig. Er traf den Ton
in dem bürgerlichen Wahlkreis, er gewann drei Mal das Direktmandat,
er holte engagierte Menschen in die Partei - oder wie zuletzt den
parteilosen Tobias Dollase als Stadtrat ins Bezirksamt. Dass es Zeit
für einen Neuanfang in Reinickendorf wurde, wurde im letzten
Bundestagswahlkampf klar: Steffel machte Schlagzeilen, weil er einen
Empfehlungsbrief für sich mit der Unterschrift von Angela Merkel
geschmückt hatte, ohne dass die Bundesvorsitzende davon wusste. Nur
weil man mitten im Wahlkampf steckte, machte die Bundespartei keinen
Skandal daraus. Das jedoch war für viele in der CDU der Punkt, an dem
es hieß: "Genug." Und Steffel erkannte rechtzeitig die Zeichen der
Zeit. Die Berliner CDU liegt in Umfragen derzeit bei 16, 17 Prozent -
viel zu wenig, um an die Macht zu kommen. Die Partei muss ihre
Positionen in der Mobilitäts-, Wohnungs- oder Bildungspolitik sehr
viel deutlicher machen. Vor allem aber Gesicht zeigen - und sich
erneuern. Ein erster Schritt ist gemacht.
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