BERLINER MORGENPOST: Geheim und mitten in Mitte / Kommentar von Jens Anker
Geschrieben am 08-02-2019 |
Berlin (ots) - Mächtig und doch irgendwie unsichtbar präsentiert
sich die neue Zentrale des Auslandsgeheimdienstes BND in Berlins
Mitte. Unübersehbar ragt das Gebäude zwischen Mitte und Wedding in
die Stadt hinein, was aber darin vorgeht und wer künftig dort
arbeitet, bleibt weitgehend geheim. So ist das mit Geheimdiensten in
der ganzen Welt. Die Arbeit der 4000 Mitarbeiter, die dort künftig
tätig sind, umweht immer auch etwas Geheimnisvolles, mitunter sogar
Bedrohliches.
Es ist daher gut, dass der BND künftig mitten in der Stadt
residiert, nur einen Steinwurf entfernt vom Bundestag, dessen
Mitglieder das Wirken der Geheimdienstler kontrollieren sollen. Das
ist in direkter Nähe viel besser möglich, als es in der Vergangenheit
in der bayerischen Provinz in Pullach möglich war. Ein gesundes
Misstrauen gegen die Arbeit des BND, wie es Bundeskanzlerin Angela
Merkel formulierte, ist dabei durchaus angebracht, denn die
Nachrichtenbeschaffung findet häufig in einer Grauzone statt und
stellt unter den Vorgaben eines Rechtsstaates oft einen Drahtseilakt
zwischen Legalität und Illegalität dar. Die Präsenz des BND in Mitte
kann daher auch helfen, Vorbehalte gegen den Geheimdienst abzubauen,
dessen Ruf zuletzt unter anderem durch die massive Datenweitergabe an
den US-amerikanischen Geheimdienst NSA massiv gelitten hat.
Aber auch die Stadt Berlin wird davon profitieren, denn 4000 meist
gut bezahlte Arbeitsplätze kommen nicht alle Tage in die Stadt. Vor
allem Finanzsenator Matthias Kollatz wird sich über die zusätzlichen
Steuereinnahmen freuen, die angesichts des riesenhaften Baus an der
Chausseestraße für fast eine Milliarde Euro auch dauerhaft für die
Stadt gesichert sind - anders als zum Beispiel die zwar blühende,
aber mitunter auch flüchtige Szene der digitalen
Start-up-Unternehmen, die in unmittelbarer Nähe der neuen
Geheimdienstzentrale kommen und gehen.
Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST
Telefon: 030/887277 - 878
bmcvd@morgenpost.de
Original-Content von: BERLINER MORGENPOST, übermittelt durch news aktuell
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
673889
weitere Artikel:
- BERLINER MORGENPOST: Europa außer Form / Leitartikel von Michael Backfisch Berlin (ots) - Der atmosphärische Höhenflug zwischen Angela Merkel
und Emmanuel Macron ist definitiv vorbei. Noch im Januar, bei der
Unterzeichnung eines Freundschaftsvertrags im Aachener Krönungssaal,
strahlten sich die Kanzlerin und der französische Präsident an. Beide
Partner versprachen, sich bei wichtigen europäischen Entscheidungen
zu koordinieren.
Zwei Nadelstiche aus Paris unterstreichen, dass es hier hakt.
Völlig überraschend hat Macron einen gemeinsamen Auftritt mit Merkel
bei der Münchner Sicherheitskonferenz Mitte mehr...
- Rheinische Post: Herrmann fordert Registrierung aller Ein- und Ausreisen in Europa Düsseldorf (ots) - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU)
will sich bei dem am Sonntag beginnenden Werkstattgespräch der CDU
für ein europäisches Ein- und Ausreiseregister einsetzen. "Wir
brauchen eine klare Kontrolle darüber, wer in die Europäische Union
einreist", sagte Herrmann der Düsseldorfer "Rheinischen Post"
(Samstag). Die USA hätten nach den Anschlägen von 2001 ein
umfassendes Registrierungssystem für alle Ein- und Ausreisen
geschaffen. Das funktioniere dort hervorragend, erläuterte Herrmann.
"Auch die EU braucht mehr...
- NOZ: Deutschland nimmt immer weniger Jesiden als Flüchtlinge auf Osnabrück (ots) - Deutschland nimmt immer weniger Jesiden als
Flüchtlinge auf
Anerkennungsquote 2018 nur noch bei 60 Prozent - Linke spricht von
Skandal
Osnabrück. Deutschland nimmt immer weniger Jesiden als Flüchtlinge
auf. 2018 hatten nur 60 Prozent der Mitglieder dieser religiösen
Minderheit in Deutschland mit ihren Asylanträgen Erfolg. Im Jahr
zuvor waren es 85 Prozent gewesen. Das geht aus einer Antwort des
Auswärtigen Amtes auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, die der
"Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. Seit mehr...
- NOZ: FDP-Chef: Homeoffice ist gut, aber nur bei Flexibilisierung der Arbeitszeit Osnabrück (ots) - FDP-Chef: Homeoffice ist gut, aber nur bei
Flexibilisierung der Arbeitszeit
"Auch Arbeitsstättenverordnung entschlacken" - Lindner sieht bei
Bereitstellung eines Büroplatzes Arbeitgeber nicht in der
Verantwortung
Osnabrück. FDP-Chef Christian Lindner hat den Vorstoß der SPD
grundsätzlich begrüßt, wonach Arbeitnehmer künftig ein Recht auf
mobiles Arbeiten und Homeoffice erhalten sollen. "Das finde ich gut.
Homeoffice ermöglicht Arbeitnehmern Flexibilität. Aber wenn dies eine
runde Sache werden soll, müssen mehr...
- Mitteldeutsche Zeitung: Zahngesundheit
Sachsen-Anhalter scheuen Weg zum Zahnarzt nicht Halle (ots) - Die Sachsen-Anhalter scheuen den Weg zum Zahnarzt
nicht.. Laut "Barmer Zahnreport 2018" nutzen etwa 57 Prozent die
Möglichkeit einer Vorsorgeuntersuchung. Das ist bundesweit betrachtet
der fünfthöchste Wert, wie die in Halle erscheinende Mitteldeutsche
Zeitung (Wochenendausgabe) berichtet. Insgesamt ließen sich mehr als
drei Viertel der Menschen bei einem Zahnarzt behandeln, was deutlich
über dem Bundesdurchschnitt von 71,5 Prozent liegt. Bundesweit
betrachtet liegt Sachsen-Anhalt hier auf dem dritten Platz. Besser mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|