Allg. Zeitung Mainz: Mehr als Bilder / Kommentar von Markus Lachmann zu Trump und Kim
Geschrieben am 30-06-2019 |
Mainz (ots) - Es sind symbolische Gesten, die den Menschen in
Erinnerung bleiben und die tatsächlich die Welt verändert haben. Man
denke an Willy Brandts Kniefall zu Warschau im Jahr 1970 oder das
Foto von Kanzler Helmut Kohl mit Strickjacke, der 1990 mit Michael
Gorbatschow und Hans-Dietrich Genscher an einem Baumstumpf im
Kaukasus saß. Dass Trump nun Seit' an Seit' mit Diktator Kim Jong Un
die Grenze von Südkorea nach Nordkorea überschritten hat, ist
zweifelsohne ein starkes Bild. Kein US-Präsident hat das zuvor
gemacht, auch nicht der von Liberalen vergötterte Barack Obama. Es
ist ein wichtiges Zeichen, dass die USA und Nordkorea im Dialog
bleiben. Doch Bilder reichen nicht, der US-Präsident muss endlich
liefern. Die ersten beiden Treffen, die Trump mit dem Mann mit dem
Undercut-Haarschnitt arrangiert hatte, waren schlampig vorbereitet
und verliefen teils ergebnislos. Trump, so urteilten im Februar viele
Kommentatoren, wurde Opfer seinen Politikstils, mit spontanen "Deals"
statt mit zäher und langwieriger Diplomatie weiterzukommen. Womöglich
war es auch Taktik - schon Ronald Reagan ließ in den 1980er Jahren
Verhandlungen zur Atomwaffenkontrolle mit den Sowjets platzen, um
dann im Nachgang größere Zugeständnisse zu erhalten. Mit Blick auf
Nordkorea lauten die Forderungen des Westens weiterhin komplette
Denuklearisierung, das heißt nicht nur Schließung einiger
Atomanlagen, sondern aller. Im Gegenzug könnten die USAihre
Sanktionen aufheben. Dann hätte sich das twitternde Raubein Trump
tatsächlich zum erfolgreichen Diplomaten gemausert.
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