Winfried Bausback und Sandro Kirchner: Europäische Unternehmen im Wettbewerb mit Facebook, Google, Alibaba und Co schützen
Geschrieben am 17-07-2019 |
München (ots) - Die EU darf es nicht hinnehmen, dass sich die
digitale Abhängigkeit von großen Playern wie Facebook, Google und
Alibaba für nahezu alle Felder der Wirtschaft weiter vertieft.
"Digitalisierung und Handel machen keinen Halt an den europäischen
Grenzen", warnt Prof. Dr. Bausback, der stellvertretende
Fraktionsvorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. "Wir
brauchen einen fairen Wettbewerb und einen Rechtsrahmen, der für alle
Akteure der Digitalwirtschaft in Europa die gleichen Bedingungen
herstellt - das sogenannte "level playing field". Dem müssen auch
ausländische Plattformanbieter unterworfen werden." Die CSU setzt
sich daher dafür ein, dass Deutschland und die EU eine stärkere Rolle
in der Digitalwirtschaft einnehmen und notwendige rechtliche
Regelungen schaffen.
"Nach den Spielregeln der neuen Digitalökonomie zählen Big Data
und eine direkte Schnittstelle zu den Kunden oftmals mehr als hohe
Ingenieurskunst und ein perfektes Produkt. Der direkte Zugang zu
Konsumenten verschafft eine erhebliche Marktmacht und einen
Informationsvorsprung", verdeutlicht Bausback. "Doch es geht nicht
nur um wirtschaftliche Fragen. Auch die Bedrohung für ein
demokratisches Rechtsstaatsgefüge darf nicht unterschätzt werden,
wenn Konzerne aus Übersee ihre eigenen selbstauferlegten Regeln an
die Stelle des staatlichen und europäischen Rechts setzen wollen."
Europa brauche daher ein strukturelles und wirtschaftlich
konkurrenzfähiges Gegengewicht zu den sich mehr und mehr
monopolisierenden Digitalkonzernen aus den USA und China.
Der neue ungleiche Wettbewerb in diesem Bereich macht sich unter
anderem bereits in der Automobilindustrie bemerkbar, wo
branchenfremde Digitalkonzerne versuchen, ein neues System aus
Big-Data, E-Mobilität und Autonomen Fahren zu etablieren, ergänzt
Sandro Kirchner, der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft,
Landesentwicklung, Energie, Medien und Digitalisierung im Bayerischen
Landtag. "Das Ziel der deutschen Wirtschaft muss es sein, ihre hohe
Industriekompetenz auch in der neuen Digitalökonomie auszuspielen.
Sonst besteht die Gefahr, dass unsere Autobauer zu reinen Hardware-
und Fahrzeugzulieferern herabgestuft werden beziehungsweise gänzlich
an Bedeutung verlieren."
Es bedarf dringend eine gemeinschaftliche Strategie, damit auch
europäische Unternehmen die Chance erhalten, einen Stammplatz auf dem
globalen Spielfeld der Digitalisierung einzunehmen, sind sich die
beiden CSU-Politiker einig. "Dazu müssen sich Deutschland und die
Europäische Union durch die Fortentwicklung des Beihilfe-, des
Datenschutz- und des Wettbewerbsrechts für ein level playing field
stark machen", so der ehemalige bayerische Justizminister Bausback
abschließend.
Pressekontakt:
Ursula Hoffmann
Pressesprecherin
Telefon: 089/4126-2496
Telefax: 089/4126-69496
E-Mail: ursula.hoffmann@csu-landtag.de
Andreas Schneider
Stellv. Pressesprecher
Telefon: 089/4126-2489
Telefax: 089/4126-69489
E-Mail: andreas.schneider@csu-landtag.de
Marcel Escher
Pressereferent und Referent für Social Media
Telefon: 089/4126-2452
Telefax: 089/4126-69452
E-Mail : marcel.escher@csu-landtag.de
Original-Content von: CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, übermittelt durch news aktuell
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
694927
weitere Artikel:
- Straubinger Tagblatt: Artenschutz: Kompromiss ist möglich Straubing (ots) - Das Beispiel macht Mut. Die Demokratie
funktioniert noch und die Beteiligten sind fähig zum Kompromiss.
Dieser Gegenentwurf zur populistischen Strategie des ständigen
Spaltens und gegeneinander Ausspielens sollte gepflegt und
weiterentwickelt werden. Freilich ist zu befürchten, dass sich ein so
großer gesellschaftlicher Konsens in wichtigen Fragen wohl nur
herstellen lässt, wenn durch ein erfolgreiches Plebiszit oder
eindeutige Wahlergebnisse entsprechender Druck erzeugt wird.
Immerhin: Wir wissen jetzt, wie es mehr...
- Straubinger Tagblatt: AKK und vdL müssen um Vertrauen werben Straubing (ots) - Was Ursula von der Leyen und Annegret
Kramp-Karrenbauer bevorsteht, ist weniger, Zweifel an ihrer Eignung
für die neuen Ämter auszuräumen. Vielmehr geht es darum, das
empfindliche Pflänzchen des Wählervertrauens zu pflegen. Mit
ständigen Zusagen an die Wähler, die innerhalb kürzester Zeit nicht
mehr gelten sollen, wird das schwer gelingen. Leichter wird die
Erfüllung ihrer Aufgaben dadurch nicht.
Pressekontakt:
Straubinger Tagblatt
Ressortleiter Politik/Wirtschaft
Dr. Gerald Schneider
Telefon: 09421-940 mehr...
- CSU-Fraktion ermöglicht Polizeizulagen bei Abschiebeflügen München (ots) - "Wir halten Wort! Polizeibeamte bekommen endlich
die verdiente Zulage bei Abschiebungsflügen. Der Einsatz als
'Personenbegleiter Luft' geht schließlich an die psychische und
physische Substanz unserer engagierten Beamten", sagt Alfred Grob,
der polizeipolitische Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen
Landtag. Der Landtag hat auf Initiative der CSU die Grundlage für die
neue Zulage bei der Landespolizei geschaffen. Damit erhalten
Polizisten eine Rückführungszulage von 70 Euro für jeden
innereuropäischen Abschiebeflug mehr...
- Rheinische Post: Gerhard Schröder lobt von der Leyen und kritisiert SPD Düsseldorf (ots) - Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Wahl von
Ursula von der Leyen zur neuen EU-Kommissionspräsidentin gelobt. "Das
ist eine gute Entscheidung für Europa", sagte Schröder der
Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnerstag). "Frau von der Leyen ist
in der Lage, die Institutionen wieder zu versöhnen. Das traue ich ihr
zu", so Schröder. Der Altkanzler kritisierte die Entscheidung der
SPD, Ursula von der Leyen nicht zu wählen. "Diese Strategie meiner
Partei habe ich nicht verstanden. Aber das liegt ja vielleicht an
mir." mehr...
- Mitteldeutsche Zeitung: zu AKK und Merkel Halle (ots) - Angela Merkel ist die stille Gewinnerin dieser Tage.
Sie hat nicht nur einen Schritt dafür getan, dass ihr politisches
Erbe gewahrt bleiben könnte. Sie hat in dieser Woche zugleich zwei
ihrer engsten Vertrauten in machtvolle Positionen verholfen. Der
selbstbestimmte Abgang eines Kanzlers ist in der Geschichte der
Bundesrepublik bisher noch nicht gelungen. Angela Merkel gelingt er
gerade.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de
Original-Content mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|