SWR Messaktion: Richtwerte für Lärmschutz oft überschritten (FOTO)
Geschrieben am 24-07-2019 |
Baden-Baden (ots) -
SWR Projekt "Hier ist es zu laut" mit Messungen an insgesamt 30
Orten im Sendegebiet / erste Ergebnisse / Land Rheinland-Pfalz räumt
auf SWR Anfrage "großen Handlungsbedarf" ein
Die Lärmmessaktion des SWR innerhalb des multimedialen Projekts
"Hier ist es zu laut" liefert erste Ergebnisse: An acht Orten in
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wurden seit dem 27. Mai in
Messreihen über 14 Tage jeweils viele Werte über der WHO-Empfehlung
und dem Richtwert für Lärmsanierung der Länder gemessen. Das
Verkehrsministerium in Mainz erklärte dem SWR gegenüber auf Anfrage,
dass Rheinland-Pfalz "großen Handlungsbedarf bei der Lärmminderung"
sehe. Der SWR setzt seine Mitmach-Aktion fort und wird weitere
Messreihen auflegen. Die Ergebnisse, Reaktionen darauf sowie weitere
Recherchen zum Thema sendet der SWR in einem großen Schwerpunkt am
30. Oktober im Fernsehen und in SWR4 und SWR1. Mehr Informationen zum
Projekt gibt es unter swr.de/zulaut.
Lärm-Dauerbelastung
Eine Dauer-Lärmbelastung, vor allem nachts, stellte der SWR im
Messzeitraum bei Lärmmelder Heinrich Ernst in Ottenhöfen im
Schwarzwald fest. Hier lagen 81 Prozent der Messwerte, die zwischen
22 Uhr und 6 Uhr dokumentiert wurden über der WHO-Empfehlung von 45
dBA und jeder fünfte Messwert (21 Prozent) über dem nächtlichen
Schwellenwert für Lärmsanierung in Baden-Württemberg (55 dBA).
Trauriger Spitzenreiter in Rheinland-Pfalz ist die Gemeinde
Straßenhaus: Hier lagen von 10.794 Messungen 5.165 Werte (48 Prozent)
über dem Richtwert für Lärmsanierung in Rheinland-Pfalz (67 dBA).
"Das Land Rheinland-Pfalz sieht einen großen Handlungsbedarf bei
der Lärmminderung" Das Verkehrsministerium Rheinland-Pfalz teilte dem
SWR vor der Bekanntgabe der Messergebnisse auf Anfrage mit: "Das Land
Rheinland-Pfalz sieht einen großen Handlungsbedarf bei der
Lärmminderung. Fast die Hälfte der Bevölkerung in Rheinland-Pfalz
fühlt sich gestört oder belästigt vom Straßenverkehrslärm.
Insbesondere im städtischen Bereich, aber auch bei Ortsdurchfahrten,
nahegelegenen Autobahnen oder anderen Hauptverkehrsstraßen können
Belästigungen oder Störungen durch Straßenverkehrslärm auftreten."
Messung des Straßenverkehrslärms mit 244.145 Einzelmessungen Der
SWR misst im Rahmen seines multimedialen Projekts "Hier ist es zu
laut" mit kalibrierten Messgeräten den Straßenverkehrslärm an 30
Orten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Für die ersten acht
Orte dokumentiert der Sender nun 244.145 Einzelmessungen. Gemessen
wird im Freien, vor den Häusern der betroffenen Anwohner. Seit 27.
Mai vergibt das Team des Multimediaprojekts kalibrierte
Schallpegelmessgeräte an Zuschauerinnen und Zuschauer, Hörer und
User. Mit den am Wohnort installierten SWR Geräten messen die
"Lärm-Melder" die Lautstärke 14 Tage lang jede Minute einmal, also
mehr als 20.000 Mal pro Ort.
SWR setzt Mess-Aktion fort
Rund 300 Betroffene haben bislang schon an der Mitmach-Aktion des
SWR teilgenommen: Anwohner von besonders lauten Straßen können dem
Sender über ein Online-Formular einen Hilferuf schicken und ihn dazu
auffordern, vor Ort den Verkehrslärm zu messen. Mehr als 80 Prozent
der Hilferufe kamen bisher aus kleinen Ortschaften mit hohem
Durchgangsverkehr. Viele Betroffene schickten die Ergebnisse eigener
Messungen, selbst aufgenommene Videos von der Verkehrssituation und
beschrieben den Lärm vor ihren Haustüren in Kommentaren. Die
Videoclips und Hilferufe werden ebenfalls auf www.swr.de/zulaut
veröffentlicht. Der SWR setzt seine Mitmach-Aktion fort und wird
weitere Messreihen auflegen.
Weitere Infos unter:
http://swr.li/hier-ist-es-zu-laut-messergebnisse-juli-2019
und unter: https://www.facebook.com/SWRFernsehen/
Fotos über www.ARD-Foto.de
Pressekontakt:
Grit Krüger, Tel. 07221 929 22285, grit.krüger@SWR.de
Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell
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