Rheinische Post: Kommentar: Truppenabzug als Wahlkampf-Strategie
Geschrieben am 08-10-2019 |
Düsseldorf (ots) - Als Donald Trump auf Wahlkampfbühnen
verkündete, er werde Amerikas scheinbar endlose Militärpräsenz in
Konfliktgebieten beenden, war das ein Grund dafür, dass er im
November 2016 die Wahl gewann. Die "Boys in Uniform" aus
Krisengebieten heim zu holen, entsprach der Stimmung im Land, der
Ernüchterung nach dem Fiasko des Kriegs im Irak. Wenn nicht alles
täuscht, hält eine Mehrheit der Amerikaner den Ansatz noch immer für
richtig. Und so selbstgefällig Trumps Tweets bisweilen anmuten, für
Stimmungen hat er ein sicheres Gespür. Ergo soll das Versprechen,
sich von den "forever wars" zu verabschieden, von Kriegen also, die
laut Trump bis in alle Ewigkeit geführt werden, einen Stützpfeiler
seiner Wiederwahl-Kampagne bilden. Nur handelt er dabei wie einer
jener Dogmatiker, von denen ihn, den angeblich hochflexiblen
Geschäftsmann, Welten angeblich trennen. Sein Dogma lautet Rückzug,
egal, wie die Lage im Detail aussehen mag. Begleitet wird es von der
Dauerklage, nach der die Alliierten auf Kosten Amerikas auf dem
Trittbrett mitfahren. Oder dass sie sich, wie im Falle der syrischen
Kurdenmilizen, ihre Feldzüge allzu teuer bezahlen lassen. Im
Wahlkampfmodus wirft Trump eine Strategie über Bord, die sich im
konkreten Fall durchaus bewährt hat. Ob ihn die Proteste
republikanischer Senatoren doch noch zur Rolle rückwärts bewegen,
muss sich zeigen. Mit minimalem Einsatz, und dem umso größeren
Einsatz ihrer kurdischen Verbündeten, ist es den USA in Syrien
gelungen, die Terroristen des "Islamischen Staats" in Schach zu
halten. Mit ihrer zwar weitgehend symbolischen, aber politisch
durchaus ins Gewicht fallenden Präsenz haben sie die Türkei davon
abgehalten, im Nordosten des Landes einzumarschieren. Eine
Kosten-Nutzen-Rechnung, wie sie Trump so gern aufstellt, würde
eindeutig schwarze Zahlen ausweisen.
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Rheinische Post
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