JI/CDM-Maßnahmen spielen wesentliche Rolle in der Klimaschutzstrategie von RWE
Geschrieben am 10-05-2006 |
Essen (ots) -
- Vorstandsvorsitzender Zilius stellte Strategie auf der Carbon Expo vor - Unternehmen plant Investitionen von 150 Millionen Euro
"JI/CDM-Instrumente sind ein wichtiger Baustein unserer innovativen Klimaschutzstrategie." Das erklärte Jan Zilius, Vorstandsvorsitzender der RWE Power AG, heute bei der Carbon Expo 2006 in Köln. Zur Eröffnung der Fachmesse hielt Zilius eine Grundsatzrede zum Thema "Unternehmerische Chancen im Klimaschutz - Die Klimaschutzstrategie von RWE". Die Carbon Expo findet zum dritten Mal statt. Zu der Fachmesse mit 150 Ausstellern werden über 1.500 Besucher erwartet.
"Die Implementierung modernster Energietechnologien vor allem in den aufstrebenden Entwicklungs- und Schwellenländern mit hohen Zuwachsraten beim Energieverbrauch kann sich zu einem wirksamen und kostengünstigen Instrument einer international angelegten Klimaschutzpolitik entwickeln", unterstrich Zilius. Er verdeutlichte, dass das europäische Handelssystem Zertifikate aus Joint Implementation (JI) und Clean Development Mechanism (CDM) benötige, um die Unterausstattungen auszugleichen. Sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien, also den Ländern, in denen RWE einen Großteil seiner Erzeugungskapazität hat, sind die Minderungsverpflichtungen für die Energieversorger besonders groß. Zilius machte das an einem Beispiel fest: "In Deutschland werden wir für die zweite Handelsperiode nur für cirka 85 Prozent unserer Emissionen in der Basisperiode Zertifikate erhalten." Die fehlenden Mengen müssten entweder auf dem europäischen CO2-Markt oder aber über Zertifikate aus JI- oder CDM-Projekten beschafft werden. Für die Investition in JI- und CDM-Projekte hat RWE 150 Millionen Euro eingeplant. Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung in diesem Bereich. Schon im Jahr 2000 hat sich RWE im Prototype Carbon Fund der Weltbank engagiert. Und Ende 2005 wurde damit begonnen, eigene Projekte zu entwickeln.
Dabei wird auch Projektentwicklern eine Zusammenarbeit angeboten, bei der das Unternehmen nicht nur die Projektfinanzierung übernehme, sondern auch technische und regulatorische Unterstützung leiste. "Wir verstehen die Herausforderungen und Risiken, denen Entwickler von JI- oder CDM-Projekten gegenüberstehen. Deshalb sind wir überzeugt, dass eine Zusammenarbeit sehr sinnvoll sein kann", so Jan Zilius.
Die RWE-Klimaschutzstrategie setzt neben JI/CDM aber vor allem auf die Weiterentwicklung und Realisierung von Clean Coal Technologien. Herzstück ist dabei das erste großtechnische CO2-freie Kohlenkraftwerk der Welt mit einer Leistung von 450 MW, das 2014 ans Netz gehen soll. Kosten: rund eine Milliarde Euro. Außerdem will RWE massiv in regenerative Energien investieren. Und zwar dort, wo es ökonomisch sinnvoll ist. In den nächsten fünf Jahren stehen für die Erweiterung des Portfolios 650 Millionen Euro bereit.
"Diese Anstrengungen zeigen, dass wir als größter deutscher Stromerzeuger unsere Verantwortung ernst nehmen", betonte Zilius. Auch in Zukunft sei ein ausgewogener Energiemix die Basis für eine sichere, umweltverträgliche und wirtschaftliche Energieversorgung. In diesem Mix müsse auch die Kernenergie weiterhin einen festen Platz haben.
Joint Implementation (JI): Liegt die betroffene Anlage in einem ausländischen Staat mit eigener Reduktionsverpflichtung, spricht man von Joint Implementation.
Clean Development Mechanism (CDM): Im Rahmen des Kyoto-Protokolls ist vereinbart worden, dass sich ein Anlagenbetreiber auch solche Emissionsminderungen anrechnen lassen kann, die er durch Investitionen in fremde, ausländische Anlagen in einem Entwicklungsland erreicht.
Originaltext: RWE Power AG Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=25081 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_25081.rss2
Für Rückfragen: Lothar Lambertz Presse T 0201/12-23984
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