Saarbrücker Zeitung: Arbeitgeberpräsident Hundt fordert offene Grenzen für EU-Arbeitnehmer aus Osteuropa schon ab 2009 - Ausnahme nur für die Bauindustrie - Niedrigere Schwelle für Zuwanderung Hochqua
Geschrieben am 25-07-2007 |
Berlin / Saarbrücken (ots) - Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, hat eine Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Arbeitnehmer aus den osteuropäischen EU-Ländern schon ab 2009 gefordert. "Aus meiner Sicht passen Einschränkungen nicht zu Europa und zu freien Märkten", sagte Hundt der "Saarbrücker Zeitung" (Donnerstagausgabe). Die bestehenden Beschränkungen sollten daher 2009 "nicht mehr generell" verlängert werden. "Allenfalls für einige Branchen, wie etwa die Bauwirtschaft, kann ich mir weiterhin gewisse Einschränkungen vorstellen". Hundt sagte, Ängste, dass dann hundert tausende Arbeitskräfte kämen, seinen übertrieben. Nur wo es keine Zukunftsperspektive gebe, verließen Menschen ihre Länder. Dass sei in Polen, Tschechien oder dem Baltikum aber nicht der Fall. "Diese Länder erleben eine positive Entwicklung, es herrscht Aufbruchstimmung". Allenfalls in den Grenzregionen könne die Arbeitnehmerfreizügigkeit zu einer unmittelbaren Konkurrenz führen. "Diese Herausforderung muss dort bewältigt werden". Hundt sprach sich auch dafür aus, die Zuwanderung Hochqualifizierter nach Deutschland zu erleichtern. Der Vorschlag von Bildungsministerin Annette Schavan, die Einkommensgrenze von 85 000 auf 60 000 Euro Jahreseinkommen zu senken, gehe "in die richtige Richtung". Jedoch müsse man auch junge Hochschulabgänger bedenken, die viel weniger verdienten. Hundt schlug eine Einkommensgrenze von 45 000 Euro pro Jahr vor. Zudem müsse der Aufenthalt anders als bei der Green Card unbefristet sein. "Wir müssen begreifen, dass wir in einem harten Wettbewerb um die klügsten Köpfe stehen", sagte der Arbeitgeberpräsident.
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