WAZ: Garantien müssen her
- Kommentar von Thomas Wels
Geschrieben am 27-01-2012 |
Essen (ots) - Bei aller wirtschaftlichen Rationalität, die dem
Verkauf der Edelstahlsparte von Thyssen-Krupp an die finnische
Outokumpu-Gruppe innewohnt: Ein solcher Schritt mag in einem Markt
mit enormer Überproduktion sinnvoll sein, für den Industriestandort
NRW ist er ein schwerer Schlag. Der Markenname Nirosta genießt
Weltruhm, die technischen Verfahren sind Weltspitze. Schließt
Outokumpu aber die Schmelzöfen, degradiert man die Werke in Bochum
und Krefeld zu reinen Weiterverarbeitern. Geht die Konjunktur in den
Keller, werden hier zuerst die Anlagen runtergefahren. Für die 6000
Beschäftigten in Deutschland sind das keine guten Aussichten. Die
Betriebsräte haben bei dem gigantischen Verkaufsprogramm von
Unternehmen mit 35 000 Mitarbeitern mitgezogen.
Betriebsbedingte Kündigungen wurden ausgeschlossen. Hier steht
Vorstandschef Hiesinger im Wort. Bisher ist auf dessen
Glaubwürdigkeit kein Schatten gefallen. Die Geschwindigkeit, mit der
Thyssen-Krupp den Verkaufsprozess durchpeitscht, lässt Zweifel
aufkommen. Das Misstrauen gegenüber den Finnen ist groß, da wollen
Garantien gut ausgehandelt sein. So viel Zeit muss sein.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
375271
weitere Artikel:
- WAZ: Werbung, die wir verdienen
- Kommentar von Stefan Schulte Essen (ots) - Die Werbung folgt dem Zeitgeist. Die Deutschen mögen
keinen Ramsch, also tut Werbung so, als sei jedes Billigteil von
erlesener Qualität. Verbraucherschützer klagen dann über irreführende
Werbung, doch wir Verbraucher legen es auch darauf an. Gerade für
Lebensmittel wollen wir so wenig wie möglich ausgeben, aber natürlich
nur für beste Qualität. Dass ein Olivenöl für 3,99 Euro nicht von
einem italienischen Bauern handgepresst worden sein kann, darauf kann
man eigentlich kommen. Premiumqualität zum Ramschpreis - das
funktioniert mehr...
- DER STANDARD - Kommentar "Der Gipfel der Zweifler" von Alexandra
Föderl-Schmid Kapitalismuskritik beherrschte heuer das Weltwirtschaftsforum
in Davos Ausgabe vom 28./29.1. 2012
Wien (ots) - Kapitalisten kritisieren den Kapitalismus. Das ist
neu beim Weltwirtschaftsforum. So viel Systemkritik gab es noch nie
in Davos wie im 42. Jahr nach der Gründung. Dass der Kapitalismus als
Modell in einer veritablen Krise steckt, wurde beim diesjährigen
Gipfel der Mächtigen mehr als deutlich. Schon vor der Eröffnung ließ
Forumsgründer Klaus Schwab mit der Feststellung aufhorchen: "Das
kapitalistische System passt nicht mehr mehr...
- AWD-Arena: Hannover 96 und AWD vereinbaren Fortsetzung des Namenssponsorings Hannover (ots) -
Sperrfrist: 27.01.2012 20:00
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.
(AWD Holding AG) Die AWD-Gruppe, einer der führenden
Finanzdienstleister Europas, hat ihren ursprünglich bis zum Sommer
laufenden Vertrag als Namensgeber für die AWD-Arena in Hannover
frühzeitig erneuert und bis Sommer 2013 verlängert. Damit wird
Hannover 96 auch in Zukunft seine Heimspiele in der WM-bewährten
AWD-Arena austragen. Im Sommer 2012 ist AWD dann zehn mehr...
- Börsen-Zeitung: Italiens erster großer Test, Börsenkommentar "Marktplatz", von Kai Johannsen. Frankfurt (ots) - Den Finanzmärkten steht der erste große Test des
Jahres 2012 bevor, und bestehen muss ihn der größte Wackelkandidat in
der Eurozone: Italien. Die Fixed-Income-Investoren warten auf die
Italiener in der neuen Woche gleich zweimal - einmal, wenn sie zur
Kasse gebeten werden, weil Italien frisches Geld braucht, und ein
weiteres Mal, wenn sie den Staat selbst zur Kasse bitten, weil
Italien Fälligkeiten bedienen muss.
Unmittelbar zum Wochenauftakt ist der Blick schon gen Italien
gerichtet. Die italienischen Schuldenmanager mehr...
- Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen / Twitter Osnabrück (ots) - Knallhart kalkuliert
140 Textzeichen sind nicht viel. Und dennoch können sie die Welt
verändern. Das hat Twitter im arabischen Frühling bewiesen. Der
Kurznachrichtendienst war Kommunikationsmittel der Revolution, das
Flugblatt 2.0. Über das Internet demaskierten die Demonstranten für
alle Welt sichtbar das blutige Treiben der Despoten. Mithilfe von
Twitter verabredeten sich die Unterdrückten zum zivilen Ungehorsam.
Das wird so nicht mehr möglich sein, wenn die angekündigten
Selbstzensurbestrebungen umgesetzt mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Wirtschaftsnews
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
DBV löst Berechtigungsscheine von knapp 344 Mio. EUR ein
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|