Neues Deutschland: zu Rettung für Spaniens Banken
Geschrieben am 10-06-2012 |
Berlin (ots) - Dass Spanien und Italien am gestrigen Abend das
erste Highlight der Fußball-EM liefern würden, war natürlich reiner
Auslosungszufall. Aber dies hatte große Symbolkraft: In diesen beiden
Ländern wird sich nämlich, wie das Wochenende ebenfalls zeigte, die
vielleicht unwichtigste Hauptsache der Welt - das Schicksal der
EU-Währungsunion - entscheiden. Das weiß man natürlich auch in den
Hauptstädten der anderen europäischen Länder. Doch wie nach den
Hilfsanträgen Griechenlands, Irlands, Portugals und wieder
Griechenlands heißt es gerade aus Berlin wieder, damit sind alle
schlechten Nachrichten verarbeitet und die Eurozone kann weitermachen
wie bisher. Erfolgreiches Durchmogeln mag es, wie das DFB-Spiel gegen
Portugal zeigte, beim Fußball geben, nicht aber in der Finanzpolitik.
Der Kapitalbedarf der spanischen Banken lässt sich vielleicht mit den
grob veranschlagten 100 Milliarden Euro decken. Allerdings ist wegen
der Immobilienkrise und der tiefen Rezession auch die Kassenlage der
spanischen Regionen so miserabel, dass hier viel Geld benötigt wird,
das der Zentralstaat nicht schultern kann. Und dann ist noch Italien:
Wenn die Spekulanten sich nach dem Erfolg in Spanien auch dieses Land
vorknöpfen, reißen alle Rettungsschirme. Noch ist Zeit, neue Wege
beim Krisenmanagement und der Ausgestaltung der Währungsunion
insgesamt einzuschlagen. Wann Italien an der Reihe sein wird, ist
nämlich noch unklar. Für dieses Euro-Endspiel gibt es an den
Finanzmärkten bislang noch keine Terminansetzung.
Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1715
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
400353
weitere Artikel:
- Mitteldeutsche Zeitung: zu kommunalen Finanzausgleich Halle (ots) - Bullerjahn arbeitet an einem neuen kommunalen
Finanzausgleich. Was er davon nun gucken lässt, stimmt optimistisch.
Die Investitionspauschale stabil zu halten ist gut - viele Kommunen
könnten ohne gar nicht investieren. Langfristig noch charmanter
könnte die Idee sein, die Kommunen an der Steuerschwankungsreserve zu
beteiligen. Gerade kleine Städte hängen extrem von der Gewerbesteuer
ab. Und die ist tatsächlich unberechenbar wie ein Diva.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 mehr...
- Mitteldeutsche Zeitung: zu Händelfestspielen Halle (ots) - Bemerkenswert ist auch, dass sich die Festspiele mit
Ausflügen in den Botanischen Garten, die Neue Residenz und in die
Region weiter nach Mitteldeutschland geöffnet und auch an die
Jüngsten gedacht worden ist: Händels Musik bereits Kindern nahe zu
bringen, ist eine schöne Form des Eigennutzes. Und sonst? Freuen wir
uns schon auf den nächsten Jahrgang.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200 mehr...
- Mitteldeutsche Zeitung: zu Spanien Halle (ots) - Es ist eine 100 Milliarden Euro teure
Beruhigungsspritze. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. Europa zahlt
für das Versagen der spanischen Banker, deren leere Kassen nun wieder
aufgefüllt werden. Den Millionen Arbeitslosen auf der iberischen
Halbinsel bringt das Geld höchstens mittelbar eine neue Zukunft, wenn
die Geldinstitute nämlich tatsächlich wieder zum normalen
Kreditgeschäft zurückkehren. Nur dann können Unternehmen investieren
und Leute einstellen. So die Theorie. In der Praxis wird es nicht
reichen. Denn um mehr...
- DER STANDARD - Kommentar "Der Countdown läuft" von Michael Völker Ausgabe vom 11.6.2012
Wien (ots) - Im parlamentarischen Untersuchungsausschuss kamen
die politischen Schweinereien unter reger Beteiligung der FPÖ und
ihrer Proponenten zur Sprache. In der Zeit der gemeinsamen Regierung
mit Wolfgang Schüssels ÖVP haben sich freiheitliche Freibeuter
ungeniert die Taschen vollgeräumt. Das Wort "Privatisierung" wurde
von manchem blauen Funktionär wortwörtlich genommen. Das alles hat
der FPÖ politisch kaum geschadet.
Die Abspaltung des BZÖ und die späte Wiedervereinigung mit einem Teil
dieser Truppe machte mehr...
- Märkische Oderzeitung: zum neuen Berliner SP-Vorsitzenden Stöß Frankfurt/Oder (ots) - Dass ein weitgehend unbekannter
Verwaltungsrichter wie Jan Stöß nun den Landesverband führt, könnte
eine Frischzellenkur sein. Allerdings wird sie schmerzhaft werden.
Denn Stöß fordert nichts weniger, als die Politik des Senats öfter
einmal anzugreifen - eines Senats, den wohlgemerkt seine eigene
Partei führt. Opposition in der Regierung - das ist ein Anspruch, der
bereits der FDP auf Bundesebene nach der Regierungsbeteiligung 2009
schlecht bekommen ist und der gegenwärtig die Linken zu zerreißen
droht. Dass mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|