Weser-Kurier: Über den Zustand der Bremer FDP schreibt der WESER-KURIER:
Geschrieben am 04-01-2013 |
Bremen (ots) - Die Bremer APO hat beste Aussichten, bei einer
Abstimmung über besonders gutbürgerliche Wesenszüge auf den vorderen
Plätzen zu landen. Die Mitglieder dieser außerparlamentarischen
Opposition predigen keine Gewalt, sie fahren hübsche
Mittelklassefahrzeuge, gehen anständigen Berufen nach und benehmen
sich konform, ja unauffällig - sie sind Mitglieder der FDP. Wie keine
zweite Partei, die in Bremen nichts zu sagen hat, hadert sie
allerdings genau mit diesem Schicksal. Und es ist gewiss nicht
angenehm, wenn im politischen Apparat nirgendwo ein Türchen offen
steht. Da fehlen nur noch blau-gelbe Aufkleber mit den
Parteiinitialen - auffällig rot durchkreuzt - am Haus der
Bürgerschaft: "Wie dürfen hier nicht rein." Es gibt für die Bremer
außerparlamentarischen Freidemokraten nichts zu holen, der politische
Einfluss erreicht bei Weitem nicht Bonsai-Format, und von Diäten, die
nicht schlank machen, sondern regelmäßig die Haushaltskasse füllen,
können FDP-Politiker nicht einmal träumen. Die Parteiarbeit ist so
richtig etwas für Idealisten. Für so manche Bremerinnen und Bremer
dürfte die FDP auch in der Hansestadt aber gefühlt nie ganz weg sein.
Und so ist es auch jetzt. Die Partei versucht sich nach dem
Wahldebakel im Mai 2012 zu berappeln. Ihre Aktivisten schreiben
Presseerklärungen, die der Zahl nach alle Parlamentsmandate, die die
FDP je hatte, bald übersteigen dürften. Und es mag für zusätzliche
liberale Motivation sorgen, dass es in der Hansestadt mit der CDU
doch tatsächlich eine Partei gibt, die noch mehr gebeutelt und
mindestens so kaputt ist. Wacker: Dieser Begriff kommt in den Kopf,
wenn man sich das Bemühen der Bremer Freidemokraten ansieht. Ohne
nennenswerten Parteiapparat und mit vergleichsweise wenigen Leuten
gelingt es der hansestädtischen FDP mehr auf sich aufmerksam zu
machen, als sie es derzeit verdient hat. Dieses Verfahren hat sich
mehr als einmal ausgezahlt. Ein Abgesang auf die Partei wäre verfrüht
und fahrlässig. Es gibt schließlich auf der Welt nur zwei
Organisationen, die sich mit Wiederauferstehungen sehr gut auskennen:
die katholische Kirche und die FDP.
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Produzierender Chefredakteur
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