Westfalenpost: Spezielle Familienförderung
Von Harald Ries
Geschrieben am 02-05-2013 |
Hagen (ots) - Man würde die Politiker so gerne verteidigen. Weil
es schwierig ist, Kandidaten für Kommunalparlamente zu finden, weil
die wenigsten Kritiker bereit wären, ihr Verhalten so öffentlich
diskutieren zu lassen, weil die Bezahlung im Verhältnis zur
zeitlichen Belastung nicht gar so üppig ist. Und weil irgendwer den
Job schließlich machen muss.
Aber was jetzt in Bayern ans Licht kommt, macht es dem
Wohlwollendsten schwer. Es sind ja nicht nur CSU-Vertreter, denen die
spezielle Familienförderung von Ehefrauen und Geschwistern wichtiger
ist als ihr Ruf. Auch Abgeordnete der SPD, der Grünen und der Freien
Wähler haben Kinder, Mütter, Schwäger und Nichten auf Staatskosten
beschäftigt.
Was so schlimm daran ist, wenn Verwandte Kopien machen, ans
Telefon gehen oder bei einer Rede helfen? Dass sie dafür bezahlt
werden. Und das ist 31 bayerischen Landtagsabgeordneten und mehreren
Kabinettsmitgliedern nicht einsichtig? Wahrscheinlich jetzt schon.
Aber sie haben es gemacht, weil es andere auch so gemacht haben. Weil
es schon immer so war. Weil es legal war.
In diesem fehlenden Verbot liegt der Skandal. Das ist der
Bayern-Faktor: Politiker sind nicht raffgieriger als andere Menschen
auch, aber sie brauchen klare Regeln. Bestimmte CSU-Praktiken sind in
jahrzehntelang SPD-regierten Ruhrgebietsstädten auch nicht unbekannt.
Gewesen. Hoffentlich.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
461769
weitere Artikel:
- Westdeutsche Zeitung: Der historisch tiefe Leitzins wird wenig Positive bewirken - Riskantes Festhalten an der Schulmeinung
Ein Kommentar von Martin Vogler Düsseldorf (ots) - Hemmungslos flutet die Europäische Zentralbank
(EZB) ganz Europa mit billigem Geld. Für nur 0,5 Prozent können sich
jetzt Banken bei der EZB Geld besorgen - und das ohne
Mengenbegrenzung. Die Risiken dieses Dumpings blendet die Zentralbank
aus. Sie lässt sich allein von der Hoffnung treiben, dass vor allem
Geldinstitute in notleidenden Ländern die Gelegenheit beim Schopf
packen, ihre Unternehmen und Privatleute ebenfalls mit billigem Geld
zu versorgen. Diese mögen damit kräftig investieren oder einkaufen
gehen. mehr...
- Ostsee-Zeitung: Kommengar zur Absenkung des Leitzinses durch die EZB Rostock (ots) - Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins auf
den historischen Tiefstand von 0,5 Prozent gedrückt. Die Hoffnung:
Die Banken in den Euro-Krisenländern kommen billiger an Geld und
reichen es an die dahindümpelnden Volkswirtschaften weiter. Das
Problem: Es funktioniert kaum. Zwar bekommen die Banken das Geld von
der EZB fast umsonst hinterhergeworfen. Doch anstatt damit
Unternehmergeist zu füttern und Konsum anzukurbeln, kaufen die
Finanzinstitute lieber Hochzins-Anleihen von Krisenstaaten oder
parken es bei der mehr...
- WAZ: Seehofers Filz-Problem
- Kommentar von Gudrun Büscher Essen (ots) - Es gibt für Horst Seehofer derzeit keine guten
Nachrichten. Das "Mia san mia", mit dem der bayerische
Ministerpräsident und CSU-Chef gerne in den Wahlkampf zieht, hat
einen faden Beigeschmack bekommen. Fünf Monate vor der Landtagswahl,
bei der die CSU die absolute Mehrheit zurückgewinnen wollte,
schwimmen dem Regierungschef die Felle davon. Seehofer war
angetreten, die CSU zu erneuern und zu alter Stärke zurückzuführen.
Er wollte Schluss machen mit der Amigo-Wirtschaft der Streibl-Zeit,
Filz sollte es in Bayern nur mehr...
- WAZ: Der tödliche Waffen-Irrsinn
- Kommentar von Dirk Hautkapp Essen (ots) - Es ist ein Paradoxon. Amerika ist rund um den Globus
um die Aufrechterhaltung der Weltordnung bemüht, kann aber nicht
einmal seine eigenen Kinder schützen. Der Tod der zweijährigen
Caroline Sparks, die von ihrem fünf Jahre alten Bruder erschossen
wurde, ist gewiss eine Seltenheit. Geladene Tötungsinstrumente, die
fahrlässig in Kinderreichweite stehen, sind nicht die Regel.
Hunderttausende Eltern führen ihren Nachwuchs umsichtig und streng an
den legalen Waffengebrauch heran, der zu einer kollektiven Identität
gehört, mehr...
- Mitteldeutsche Zeitung: zu Lafontaine und Euro Halle (ots) - Natürlich inszeniert sich der Saarländer als
Weltökonom. Doch in Wahrheit kann er nicht ertragen, dass sie ihn
2012 nicht zum Parteivorsitzenden ausriefen und ihm auch jetzt nicht
den roten Teppich ausrollten, als es um eine erneute
Bundestags-Kandidatur ging. Das Hauptproblem besteht aber in der
Tatsache, dass die rechts-konservative Alternative für Deutschland
zu derselben Schlussfolgerung kommt: Weg mit der
Gemeinschaftswährung! Dass sie von einer nationalen Grundposition
ausgeht, ist Lafontaine schnuppe. Er mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|