WAZ: Wenn die Großen zu viel spinnen
- Kommentar von Matthias Korfmann
Geschrieben am 03-05-2013 |
Essen (ots) - Sind 75 Ferientage im Jahr zu viel? Müssen
Sommerferien sechs Wochen lang sein? Von Zeit zu Zeit gehören alle
Traditionen auf den Prüfstand. Und es ist legitim, solche Fragen zu
stellen. Es sind übrigens immer die Großen, die diese Dinge in Frage
stellen. Die Kleinen müssen dann mit der Antwort leben. Die Großen
haben auch schon gefragt: Wäre es nicht besser, die Gymnasialzeit zu
verkürzen? Oder: Warum schicken wir sie nicht schon mit 5 in die
Schule? Oder: Wollen wir nicht ein paar neue Schulformen erfinden?
Die Kleinen machen das ja alles mit. Sie gehen mit 5 oder nun wieder
mit 6 in die Schule. Sie besuchen Gymnasien, Grund-, Haupt-, Real-,
Gesamt-, Sekundar- oder Gemeinschaftsschulen. Sie entscheiden sich in
der 6. Klasse für Latein oder Französisch, lernen "ganztags", abends
und am Wochenende, und sie verzichten auf den Sportverein "Keine
Zeit, bedaure!" Kinder ertragen ja alles. Sogar Pädagogen, die von
Smartphones keine Ahnung haben, und Pausenbrote mit vegetarischem
Aufstrich. Aber wenn ihnen einer an die Ferien will, dann sagen sie:
Du spinnst ja! Und Kindermund tut Wahrheit kund.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
461993
weitere Artikel:
- Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Verwandten-Affäre der CSU Bielefeld (ots) - Mit einer weiteren derartigen Steilvorlage hat
Rot-Grün in den kühnsten Träumen nicht gerechnet. Nach der
Hoeneß-Affäre folgt nun der CSU-Abgeordnetenskandal. Die Opposition
kann sich für das Geschenk bedanken. Auch wenn nicht nur die
Christsozialen betroffen sind, bleibt festzuhalten: Seit 2008 ist es
nur noch die CSU, die bayerische Familienförderung nach ihrem Gusto
pflegt. Das entlarvt ein katastrophales Verständnis von Politik.
Grenzenloser Klüngel wird als Normalität aufgefasst. Keiner der
Vorfälle ist rechtlich mehr...
- Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefed) zur EU-Finanzpolitik Bielefeld (ots) - Kredite jetzt zum Nulltarif, mehr Zeit für die
Defizitsünder und den Finger ganz deutlich an die Wunde gelegt: Die
EU-Kommission weiß, was die Stunde geschlagen hat und schwenkt um auf
eine Doppelstrategie. Neben das beinharte Sparen treten gestreckte
Zahlungsziele als Impuls für mehr Beschäftigung und Wachstum. Fünf
Jahre nach dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman, nach ersten
Erholungszeichen in Irland (Nichtmitglied) Island sowie anhaltenden
Turbulenzen in Rom, Lissabon, Athen und Nikosia haben alle den Umgang
mit mehr...
- Südwest Presse: Kommentar zur CSU Ulm (ots) - Das war Horst Seehofers schwerste Woche, seit er
CSU-Parteichef und bayerischer Ministerpräsident ist. Der Skandal um
die enthüllten Familien-Angestellten im Bayerischen Landtag ist die
bisher größte Affäre in seiner mehr als viereinhalbjährigen
Regierungszeit. Die Lawine hat ihn ganz unvorbereitet erwischt.
Seehofer wusste offenkundig nicht, dass und wie viele Parlamentarier
und vor allem auch Regierungsmitglieder ihren Ehepartnern, Kindern,
Eltern, Geschwistern oder auch Vettern Verdienstmöglichkeiten auf
Kosten der mehr...
- Rheinische Post: Korrektur - Folgendende Meldung bitte erst ab 0.00 Uhr verwenden!!Bayer-Aufsichtsratschef Wenning fordert Maßhalten bei Manager-Vergütung Düsseldorf (ots) - Der Chef des Bayer-Aufsichtsrats, Werner
Wenning, fordert Augenmaß bei der Vergütung von Top-Managern.
"Grundsätzlich gilt: Wer viel leistet, soll auch viel verdienen. Doch
wir müssen auch auf die gesellschaftliche Akzeptanz achten", sagte
Wenning der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post"
(Samstagsausgabe). "Zweistellige Millionen-Gehälter gibt es für
Bayer- und Eon-Vorstände jedenfalls nicht", sagte Wenning auf die
Frage, ob die zunächst geplanten 20 Millionen Euro Jahresgehalt für
Volkswagen-Chef mehr...
- RNZ: Die Vetternwirtschaft hat derzeit eine Parteifarbe Heidelberg (ots) - Hat Vetternwirtschaft eine Parteifarbe? Auf
diese Frage wird sich die bayrische Job-Affäre in den nächsten Tagen
fokussieren. Und die Antwort wird lauten: Im aktuellen Landtag hat
sie eine Farbe. Sie ist schwarz. Wer jedoch genauer hinschaut, wird
feststellen, dass auch SPD und Grüne gerne das Familieneinkommen
durch Beschäftigungsverhältnisse auf Steuerzahlerkosten aufbessern.
Nur haben die Abgeordneten dieser Parteien wohl verstanden, dass
nicht jede legale Tradition auch gut ist. Den CSU-Abgeordneten bleibt
nur mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|