Weser-Kurier: Zur Küstenautobahn schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 19. August 2013:
Geschrieben am 18-08-2013 |
Bremen (ots) - Die Idee, eine Küstenautobahn zu bauen, ist
ungefähr 45 Jahre alt - aber noch immer nicht ganz ausgereift. Was
den niedersächsischen, rund 114 Kilometer langen Streckenanteil
betrifft, so haben Kommunen, Land und die Wirtschaft in der
Vergangenheit Geld zusammengelegt, um das Raumordnungsverfahren
anzuschieben. Ein Zukunftsversprechen ist das nicht. Auch dass die A
20 schon öfter Wahlkampfthema war, sagt viel - und besagt nichts.
Enak Ferlemann aus Cuxhaven, Parlamentarischer Staatssekretär im
Bundesverkehrsministerium, erinnert sich gut - schließlich sei die
zukünftige A 20 sein "Lieblingsprojekt". Doch: Dessen Herzstück, der
Elbtunnel, der die Verbindung nach Schleswig-Holstein herstellen
soll, existiert gerade mal auf dem Reißbrett. Niemand scheint bislang
genau zu wissen, wie das rund 900 Millionen Euro teure Bauwerk
bezahlt werden soll. Wie es gehen könnte, ist klar. Diverse Modelle
sogenannter öffentlich-privater Partnerschaften zur Finanzierung sind
im Gespräch. Das Bundesministerium bevorzugt die Variante, bei der
sich ein Investor die Kosten komplett durch eine Maut wieder
hereinholt. Die Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein
aber wollen möglichst keine Privatunternehmen beteiligen. So rechnen
die Beteiligten mit unterschiedlichen Größen - und werden kaum auf
ein Ergebnis kommen, das alle richtig finden. Schon gar nicht jene,
die als Unbekannte in der Kalkulation vorkommen: Anwohner und
Initiativen, die die Küstenautobahn entschieden ablehnen. Jetzt, kurz
vor der Bundestagswahl und nachdem in Schleswig-Holstein Fakten
geschaffen und in Niedersachsen die Planungen angelaufen sind, wäre
es fatal, den Eindruck zu erwecken, alles könne doch am Geld
scheitern. Die Auseinandersetzung über das Finanzierungsmodell wird
nach der Wahl geführt. Bleibt zu hoffen, dass die Debatte nicht davon
ablenkt, Sinn, Zweck und Grad der Notwendigkeit neu abzuklopfen. Nach
Jahrzehnten der Diskussion ist das Vorhaben eben nicht mehr das Alte.
Ebenso wenig, wie es vor 45 Jahren einen Jade-Weser-Port gab, war
damals abzusehen, dass die Trasse den Ort Hipstedt teilen würde. Was
lange währt, kann man sich manchmal sparen.
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Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
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