Weser-Kurier: Kommentar von Jan Rudszus zur Lage im Irak
Geschrieben am 25-06-2014 |
Bremen (ots) - Das war wohl nichts. Die Initiative des
amerikanischen Außenministers John Kerry für eine nationale
Einheitsregierung im Irak ist gescheitert. Premierminister Nuri
al-Maliki hat sie abgelehnt. Die Frage lautet nun: Ist der Zerfall
des Irak noch aufzuhalten oder folgt er zwangsläufig in einem Staat,
in dem verschieden Ethnien und Konfessionen zusammenleben? Dieser
Konflikt ist das Ergebnis von politischen Entscheidungen. Al-Maliki
hat die Macht im Staat auf sich konzentriert und den mühsam
gezimmerten Kompromiss eingerissen, der den Bürgerkrieg zwischen 2006
und 2008 beendete. Er ist immer wieder blutig gegen Sunniten
vorgegangen und hat ihre Stammesmiliz Sahwa nicht mehr unterstützt.
Sahwa war maßgeblich beteiligt an der Zerschlagung der
ISIS-Vorgängerorganisation. Es ist also kein Wunder, dass sich
sunnitische Gruppen ISIS angeschlossen habe, auch wenn sie deren
religiösen Fanatismus ablehnen. Es gibt für sie wenig zu verlieren.
Eine Staatsteilung hätte schreckliche Folgen. In den Zentralgebieten
des Irak leben Sunniten und Shiiten gemischt. Es würde zu
Vertreibungen und Massenmorden kommen. Historische Beispiele gibt es
genug. Einzige Möglichkeit ist es, die Sunniten erneut an der Macht
zu beteiligen. Doch das ist nicht möglich, solange Al-Maliki
herrscht.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
534464
weitere Artikel:
- Weser-Kurier: Kommentar von Alexander Pitz zum Honorarsystem für Ärzte Bremen (ots) - Wer versucht, das Regeldickicht des Honorarsystems
für die niedergelassenen Ärzte in Deutschland zu durchdringen,
verliert schnell den Überblick. Selbst versierte Experten geben zu,
dass das umständliche Bezahlsystem im Grunde nicht mehr zu verstehen
ist. Entsprechend genervt sind die 150000 betroffenen Mediziner,
die eigentlich Besseres zu tun hätten, als sich Tag für Tag mit
diesem bürokratischen Monster herumzuschlagen. Nicht zu wissen, was
man am Ende des Quartals für seinen Einsatz tatsächlich bekommt,
wirkt mehr...
- Lausitzer Rundschau: Ministerielle PS-Ritter
Zur Debatte über ein Fahrverbot für Steuersünder Cottbus (ots) - Das Auto soll ja des Deutschen liebstes Kind sein.
Und weil das angeblich so ist, ist der Entzug des Führerscheins aus
Sicht einiger Justizminister so etwas wie die persönliche
Höchststrafe - mehr noch als Knast oder eine satte Geldbuße.
Verkehrs- und Strafrecht sollten aber nicht krampfhaft vermengt
werden. Die Idee, Steuersündern oder vielleicht irgendwann auch
anderen Kriminellen für ihre Taten den Lappen zu entziehen, ist
absurd. Zumal die ministeriellen PS-Ritter den Nachweis schuldig
bleiben, dass die Drohung mehr...
- Weser-Kurier: Kommentar von Joerg Helge Wagner zum Zwist der SPD mit der Linken Bremen (ots) - Thomas Oppermann hat innerhalb der SPD eine Art
Doppelmitgliedschaft: So ist der Niedersachse prominentes Mitglied
des wertkonservativen Seeheimer Kreises und - als Fraktionschef - der
Abteilung Attacke. Im aktuellen Fall muss man eigentlich sagen: der
Abteilung Vorwärts-Verteidigung. Verteidigt wird von ihm
Bundespräsident Joachim Gauck gegen üble Schmähungen aus der Partei
die Linke, welche die außen- und sicherheitspolitischen Vorstellungen
des Staatsoberhauptes nicht goutiert. Gauck fordert, dass sich
Deutschland mehr...
- Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Baden-Württemberg/Koalition/Schmid Stuttgart (ots) - Der "kleine Nils" wird erwachsen. Nach drei
Jahren in der undankbaren Rolle des Juniors ist es dem
baden-württembergischen Finanzminister Nils Schmid erstmals gelungen,
in einer wichtigen landespolitischen Frage die Meinungsführerschaft
zu erringen - und sich am Ende auch gegen den Ministerpräsidenten
durchzusetzen. Nicht erst im Jahr 2020, wie einst zwischen Grünen und
SPD vereinbart, sondern bereits 2016 will die Koalition auf neue
Schulden verzichten. Wenn es gut läuft, auch in den Jahren danach.
Und schon 2015 mehr...
- Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Baden-Württemberg/Bahn/Hermann Stuttgart (ots) - Fakt ist: beim Abschluss des milliardenschweren
Vertrages im Jahr 2003 hatte die Bahn, weil es kaum Wettbewerb gab,
eine starke Verhandlungsposition. Ob sie diese über Gebühr zu Lasten
des Landes ausgenutzt hat, ob der Vertrag einseitig zu ihren Gunsten
ausgelegt wurde - das ist allemal eine Überprüfung wert. Schließlich
geht es um viel Geld. Immer wieder kam zudem der - offiziell stets
bestrittene - Verdacht auf, dass die großzügigen Konditionen auch mit
Blick auf Stuttgart 21 gewährt wurden. Man darf gespannt sein, mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|