Allg. Zeitung Mainz: Mittelplatz / Kommentar von Mario Thurnes zur CSU
Geschrieben am 13-05-2018 |
Mainz (ots) - Rechts von der Union darf es keine Partei geben. Das
war das Mantra des Übervaters der CSU, des 1988 verstorbenen
bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß. Und spätestens
seit die AfD im Bundestag sitzt, zeigt sich, warum er dies immer und
immer wieder vorgebetet hat: Auf dem Mittelplatz zwischen SPD, Linken
und Grünen zur einen und eben der AfD auf der anderen Seite behagt es
der Union nicht. Damit tut sich die CDU schwer, die CSU erst recht.
Zumal die - auch ein Mantra vergangener Tage - die "Hoheit über die
Stammtische" braucht, um weiterhin in Bayern absolute Mehrheiten
einzufahren. Einen "harten Kampfkurs gegen die AfD" will die CSU nun
fahren, wie es in einem Strategiepapier heißt. Auch verbal rüstet die
Partei auf und belegt den politischen Gegner mit dem schlimmsten
Schimpfwort, das es zwischen Aschaffenburg und Ruhpolding gibt:
"unbayerisch". Ob's was hilft? Schon die Ergebnisse bei der
Bundestagswahl waren deutlich schlechter, als es die CSU gewohnt ist.
Der damalige Ministerpräsident Horst Seehofer hat in der
Flüchtlingskrise zwar immer mal nach rechts geblinkt, ist dann aber
brav als Merkels Beifahrer dem Kurs gefolgt. Unabhängig von Inhalten:
Die Wähler mögen es nicht, wenn ein Politiker anders redet, als er
handelt. Ob der CSU Wortscharmützel mit der AfD also wirklich helfen,
ist eher zu bezweifeln. Zumal sie im Bund und in Bayern in der
Regierung ist. Stattdessen sollten sich die Nachfolger Strauß' wieder
auf eine Politik besinnen, die modern ist, aber auch von der
konservativen Kernklientel akzeptiert wird.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Werner Wenzel
Leiter Newpool
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online@vrm.de
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