Kölner Stadt-Anzeiger: Polizei sieht nach Wehrhahn-Freispruch Staatsanwalt in Gefahr - Racheakt des Angeklagten nicht ausgeschlossen
Geschrieben am 31-07-2018 |
Köln (ots) - Nach dem Freispruch im Prozess um den
Sprengstoffanschlag am S-Bahnhof Wehrhahn vor 18 Jahren gehen die
Düsseldorfer Sicherheitsbehörden von einer erhöhten Gefährdungslage
für den Ankläger der Staatsanwaltschaft aus. Wie der "Kölner
Stadt-Anzeiger" (Mittwoch-Ausgabe) aus Justizkreisen erfuhr, hat die
Polizei eine entsprechende Risikoanalyse für Oberstaatsanwalt Ralf
Herrenbrück angefertigt. Demnach will man nicht ausschließen, dass
der freigesprochene Angeklagte Ralf S. womöglich einen Racheakt gegen
den Anklagevertreter verüben könnte. Wörtlich heißt es nach einer
Überprüfung von Wohnort und Arbeitsplatz der Zielperson: "Eine
Gefährdung des Oberstaatsanwalts Herrenbrück liegt vor." Hintergrund
sind Aussagen eines ehemaligen Mithäftlings des 52-jährigen
Tatverdächtigen. Kurz vor Prozessende hatte der Zeuge berichtet, wie
der fast anderthalb Jahre inhaftierte rechtsradikale Ex-Soldat bei
Mithäftlingen gegen den Oberstaatsanwalt gehetzt habe. Den
Zellengenossen soll er gedroht haben: "Jeder, der mit dem
Staatsanwalt zusammenarbeitet, ist dran." Bei der Vernehmung durch
Düsseldorfer Polizeibeamte gab der Belastungszeuge weitere Details
preis: Herrenbrück sei Jude und müsse dafür büßen, was er S. angetan
habe. Ferner habe der Ex-Soldat berichtet, wie er über die sozialen
Netzwerke Leute rekrutieren wolle, die ebenfalls schlecht auf
Oberstaatsanwalt Herrenbrück zu sprechen seien. Irgendwann wolle er
dann zuschlagen. "Die Propagandaphase läuft bereits", soll S. dem
Zeugen berichtet haben. Seit seiner vorzeitigen Freilassung im Mai
durch Düsseldorfer Schwurgericht Landgericht wettert der 52-Jährige
via Facebook gegen den Düsseldorfer Ankläger. Oberstaatsanwalt
Herrenbrück hatte in seinem Plädoyer eine lebenslange Haftstrafe
gefordert.
Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080
Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
648445
weitere Artikel:
- Mitteldeutsche Zeitung: zu Bauern und Dürre Halle (ots) - Es ist klar, was passieren muss. Sind Betriebe
unverschuldet - durch höhere Gewalt - in ihrer Existenz bedroht,
dann muss der Staat eingreifen. Anders formuliert: Um dramatische
Folgen der Dürre zu verhindern, muss es Geld regnen. Weil das aber
Steuergeld ist, hart verdient von allen anderen, darf das weder
übereilt noch bedingungslos passieren. Deswegen reicht auch nicht
die Selbstauskunft von Lobby-Verbänden, sondern braucht belastbare
Belege für den Notstand: die Ernteergebnisse
Pressekontakt:
Mitteldeutsche mehr...
- Mitteldeutsche Zeitung: zu Fluglinien Halle (ots) - Wer trägt die Schuld daran, dass vielfach
stundenlange Verspätungen zum Regelfall geworden sind und frustrierte
Urlauber am Airport feststellen müssen, dass ihr Flug gestrichen
wurde? Die Airlines monieren, dass es insgesamt nicht genügend
Personal bei der Flugsicherung gebe, um den Luftraum zu überwachen.
Da ist was dran. Die Behörden haben in der Vergangenheit brachial
gespart, jetzt fehlt es an Nachwuchs. Doch die Fluggesellschaften
selbst sind auch Teil des Problems. Sie drücken die Kosten immer
weiter. Das geht mehr...
- neues deutschland: Über den Umgang mit Ressourcen in Zeiten der Dürre - Kommentar zum Earth Overshoot Day Berlin (ots) - Der Ressourcenverbrauch ist zu hoch, der
Klimawandel auch in Europa nicht mehr zu leugnen. Starkregen und
Dürre sind die zwei Seiten der Medaille, auf die sich Landwirte nun
auch in Europa einstellen müssen. Ein Problem, das die Existenzen von
Bauern weltweit schon länger bedroht.
Der Deutsche Bauernverband fordert nun dringend Nothilfe. Das ist
richtig, wenn es hilft, einzelne Höfe vor dem Aus zu retten.
Gleichzeitig zeigt die Nothilfe das Versagen der Bauernfunktionäre.
Sie spielen seit Jahren das Spiel: Wie mehr...
- Mitteldeutsche Zeitung: zu Rüstungsexporten Halle (ots) - Die Menschen, die aus dem Jemen fliehen - eine
Folge der Blockade vor allem durch die Konfliktpartei Saudi-Arabien -
schaffen es meist nicht nach Europa. Doch zugleich wird jetzt
bekannt, dass die Große Koalition mit ihrem Versprechen bricht, eine
Aus- oder Aufrüstung der Kriegsparteien im Jemen durch deutsche
Firmen zu unterbinden. Nun aber zeigt sich, dass die Bundesregierung
das Recht auf Bestandsschutz früherer Genehmigungen höher bewertet.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: mehr...
- Westdeutsche Zeitung: Dieter Sieckmeyer zum Wehrhahn-Urteil Düsseldorf (ots) - Für viele Beobachter stand der Ausgang des
Prozesses um den Wehrhahn-Anschlag schon fest, bevor er überhaupt
begonnen hatte. Schließlich saß da ein in hohem Maße unsympathischer
Mensch auf der Anklagebank des Landgerichts, der latent rechtsradikal
und fremdenfeindlich ist, seine zahlreichen Lebensgefährtinnen oft
äußerst schäbig behandelt und seinen eigenen Hund erstochen hat. Den
notorischen Lügner gab Ralf S. obendrauf. Nur einige von vielen
Beispielen, warum man hätte sagen können "Passt schon", wie es der
Vorsitzende mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|