Wohnungskauf in Berlin: Die Bezirke im Vergleich / Standardpreis liegt bei knapp 4.000 Euro pro Quadratmeter (FOTO)
Geschrieben am 27-11-2018 |
Berlin (ots) -
Berlins Bevölkerung wächst, und das wirkt sich auch auf die
Wohnungspreise aus: Gebrauchte Eigentumswohnungen sind in den
vergangenen drei Jahren in allen Bezirken deutlich teurer geworden.
Seit 2015 betrug die jährliche Steigerung berlinweit 12,4 Prozent.
Aktuell erreicht der mittlere Angebotspreis in der Hauptstadt 3.975
Euro pro Quadratmeter.
Die neuesten Preisdaten für das dritte Quartal 2018 hat jetzt die
LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover (LBS Nord)
veröffentlicht. Für den LBS-Kaufpreisspiegel wertet das Berliner
Forschungsinstitut empirica die Verkaufsangebote in den Berliner
Tageszeitungen und in Online-Portalen aus.
In Mitte bleibt es am teuersten
Die höchsten Preise in Berlin müssen Wohnungskäufer im Bezirk
Mitte bezahlen. Hier wird jede zweite gebrauchte Eigentumswohnung für
mindestens 4.830 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche angeboten. Bei
einem Standardpreis von rund 325.000 Euro muss ein durchschnittlicher
Berliner Haushalt rund zehn Jahresnettoeinkommen für den Kauf
aufbringen. Wohnungen im gehobenen Segment kosten in Mitte mindestens
6.231 Euro pro Quadratmeter.
Angebotspreise über dem Berliner Durchschnitt werden auch in den
Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf (4.659 Euro/qm),
Friedrichshain-Kreuzberg (4.443 Euro/qm) und Pankow (4.074 Euro/qm)
verlangt. Vergleichsweise teuer sind dabei vor allem Objekte in
Charlottenburg-Wilmersdorf mit einem typischen Preis von rund 400.000
Euro. Der Wohnungskauf schlägt dadurch sogar mit zwölf
Jahresnettoeinkommen zu Buche. Allerdings sind hier die Wohnungen mit
durchschnittlich 100 Quadratmetern Wohnfläche deutlich größer als in
den anderen Bezirken.
Preise in Berlin haben weiter zugelegt
In ganz Berlin haben sich gebrauchte Eigentumswohnungen in den
vergangenen drei Jahren erheblich verteuert: Seit 2015 haben die
Preise durchschnittlich um 12,4 Prozent pro Jahr zugelegt. Die
höchsten Preissteigerungen gab es in Lichtenberg. Hier verteuerten
sich Wohnungen um 27,5 Prozent pro Jahr. In Spandau (+ 18,4 %),
Tempelhof-Schöneberg (+ 15,9 %), Neukölln (+ 14,9 %) und
Reinickendorf (+ 14,5 %) lagen die jährlichen Preissteigerungen
ebenfalls über dem Berliner Durchschnitt. Etwas moderater stiegen die
Preise in Friedrichshain-Kreuzberg (+ 9,9 %), Steglitz-Zehlendorf (+
10,4 %) und Mitte (+ 11,4 %).
Die günstigsten gebrauchten Eigentumswohnungen finden sich in
Marzahn-Hellersdorf. Der typische Angebotspreis liegt hier bei 2.344
Euro pro Quadratmeter. Für den Kauf einer gebrauchten
Eigentumswohnung muss ein Haushalt in diesem Bezirk rund fünfeinhalb
Jahresnettoeinkommen aufbringen. Besonders preisgünstige Objekte sind
sogar zu Quadratmeterpreisen von 2.000 Euro und weniger zu haben.
Für alle, die sich für Immobilienpreise interessieren, bietet die
LBS Immobilien GmbH NordWest seit Kurzem im Internet einen neuen
Service an: Unter
https://www.lbsi-nordwest.de/Leistungen/Immobilienbewertung können
Interessenten jetzt Immobilien mit ein paar Klicks selbst bewerten.
Basis ist eine detaillierte Wohnlagenkarte, da vor allem die Lage
ausschlaggebend für den Wert ist.
Kaufen statt mieten kann sich lohnen
Die Experten von empirica haben auch berechnet, wo es in Berlin
günstiger sein kann, eine Wohnung zu kaufen statt sie zu mieten. Dazu
verglichen sie die Finanzierung einer Eigentumswohnung mit 25 Prozent
Eigenkapital und einer Finanzierungsbelastung von fünf Prozent (zwei
Prozent Zins und drei Prozent Tilgung) mit den monatlichen
Mietkosten. Berücksichtigt wurden Wohnungen zwischen 60 und 80
Quadratmeter Wohnfläche.
Die Berechnung ergab, dass ein Wohnungskauf trotz gestiegener
Preise in drei Bezirken günstiger ist als die Miete für eine
vergleichbare Wohnung. Am meisten sparen Käufer in Treptow-Köpenick.
Bei einem Wohnungspreis von 186.250 Euro liegt der monatliche Vorteil
im Vergleich zur Miete bei 44 Euro. In Marzahn-Hellersdorf beträgt
die monatliche Ersparnis gegenüber der Miete 38 Euro. Und in Spandau
sparen Käufer immerhin auch noch monatlich 14 Euro im Vergleich zu
Mietern.
In anderen Bezirken wie Neukölln oder Reinickendorf liegt die
monatliche Belastung beim Kauf nur um wenige Euro über der
Mietzahlung, so dass sich ein Wohnungskauf in Einzelfällen ebenfalls
lohnen kann.
"Selbst wenn die Anfangsbelastung von frisch gebackenen
Wohneigentümern höher als die Wohnkosten vergleichbarer
Mieterhaushalte ausfällt - auf längere Sicht sieht das Bild anders
aus. Laut einer anderen Untersuchung von empirica sinken bei
Eigentümern die Ausgaben fürs Wohnen kontinuierlich, während Mieter
häufig mit steigenden Wohnkosten konfrontiert sind. Im Alter, wenn
die Immobilie schuldenfrei ist, muss der Wohneigentümer nur noch
jeden sechsten Euro fürs Wohnen ausgeben, der Mieter fast jeden
dritten Euro", erklärt LBS-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Kamp.
Pressekontakt:
LBS Nord
Stv. Pressesprecherin
Anja Knigge
Tel. 0511 / 926-6014
E-Mail: anja.knigge@lbs-nord.de
Original-Content von: LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover, übermittelt durch news aktuell
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