AOK fordert Bundesbeitrag zur Pflege
Geschrieben am 08-07-2019 |
Berlin (ots) - Der heute veröffentlichte Pflege-Report des
Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) macht den hohen
Reformbedarf in der Pflegeversicherung deutlich. Für den
AOK-Bundesverband äußert sich dazu der Vorstandsvorsitzende, Martin
Litsch:
"Die Finanzierung der Sozialen Pflegeversicherung ist nur bis 2022
gewährleistet. Wir brauchen also dringend Reformen in der Sozialen
Pflegeversicherung, die das System zukunftssicher machen. Deshalb
fordert die AOK einen zweckgebundenen Beitrag des Bundes. Dieser muss
alle Ausgaben der Pflegeversicherung umfassen, die
gesamtgesellschaftliche Anliegen sind. Dazu gehört unter anderem die
soziale Absicherung pflegender Angehöriger. Diese Leistungen müssen
entsprechend klar definiert werden. Ebenso klar muss sein, dass der
Bundesbeitrag dynamisch angepasst wird. Ohne diese Rahmenbedingungen
laufen wir Gefahr, dass es nur einen Zuschuss gibt, über den die
Haushalts- und Interessenlage des Bundes entscheidet. In der
Gesetzlichen Krankenversicherung haben wir erlebt, welche Folgen das
haben kann.
Ohne kurzfristige Finanzierungsreformen werden sich die geplanten
Verbesserungen bei der Personalausstattung und bei der Bezahlung der
Pflegekräfte direkt auf die Eigenbeteiligung der Pflegebedürftigen
auswirken. Das wollen alle beteiligten Akteure händeringend
vermeiden. Mit dem Bundesbeitrag könnte man diese Entwicklung
entschärfen.
Erforderlich ist auch, dass alle Bundesländer und Kommunen ihren
vollen Anteil an den Investitionskosten tragen. Die
Pflegeeinrichtungen legen diese Kosten derzeit auf die
Pflegebedürftigen um; im Durchschnitt 423 Euro pro Monat.
Letztlich wäre für ein nachhaltiges Vorgehen zentral, dass die
Preissteigerungen aufgrund der angekündigten Verbesserungen bei
Bezahlung und Personalquoten durch die Soziale Pflegeversicherung
übernommen werden. Bislang gibt es jedoch noch keine Lösung, wie
solche Anpassungen ausgestaltet und gegenfinanziert werden sollen.
Allein an diesen Punkten wird deutlich, wie dringend der
Reformbedarf in der Sozialen Pflegeversicherung ist. Wir als
Gesellschaft müssen uns darüber verständigen, wie wir uns Pflege in
Zukunft vorstellen und was wir bereit sind, dafür zu bezahlen."
Pressekontakt:
Ihr Ansprechpartner in der Pressestelle:
Dr. Kai Behrens
Telefon: 030 / 34646-2309
Mobil: 01520 / 15603042
E-Mail: presse@bv.aok.de
Original-Content von: AOK-Bundesverband, übermittelt durch news aktuell
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
693695
weitere Artikel:
- SPD, FDP und Grüne fordern entschlossenere Aufklärung rechter Netzwerke / Klingbeil: "Rechte Terrornetzwerke müssen ausgetrocknet werden" Berlin (ots) - Nach Berichten in der taz und anderen Medien über
mutmaßlich rechtsterroristische Pläne der Nordkreuz-Gruppe in
Mecklenburg-Vorpommern fordern Politiker in Bund und Land ernste
Konsequenzen. "Die neuen, schrecklichen Details über die
rechtsextreme Gruppe Nordkreuz müssen alle wachrütteln", sagte
SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil der taz. Der Staat sei den
Personen, die auf den Feindeslisten stehen, eine lückenlose
Aufklärung schuldig. Gerade mögliche Verbindungen in die Polizei, zu
Reservisten und in die AfD müssten mehr...
- Straubinger Tagblatt: Wahl in Griechenland - Gegenteil von Tsipras Straubing (ots) - Tsipras hat einiges erreicht, worauf sein
Nachfolger aufbauen kann. Dennoch hat er die Griechen enttäuscht.
Zwar wächst die Wirtschaft mittlerweile wieder, die Arbeitslosigkeit
ist gesunken und das Land konnte den Rettungsschirm verlassen. Seine
markigen Versprechen konnte er jedoch nicht einhalten, Griechenland
bleibt deutlich hinter den Wirtschaftsdaten vergleichbarer Staaten
zurück, die ebenfalls eine harte Zeit durchgemacht haben. Nun haben
die Griechen einen neuen Hoffnungsträger gewählt. Er verspricht einen mehr...
- Straubinger Tagblatt: Ungleiche Lebensverhältnisse - Gefährliche Entwicklung Straubing (ots) - Das ist eine gefährliche Entwicklung. Die Bürger
haben ein gewisses Verständnis für Unterschiede. Problematisch wird
es, wenn sie sich im Stich gelassen, vergessen und abgeschrieben
fühlen. Es wächst das Risiko, dass sie sich dann Populisten zuwenden,
die ihnen scheinbar einfache Antworten auf komplizierte Fragen
anbieten.
Pressekontakt:
Straubinger Tagblatt
Ressortleiter Politik/Wirtschaft
Dr. Gerald Schneider
Telefon: 09421-940 4449
schneider.g@straubinger-tagblatt.de
Original-Content von: Straubinger mehr...
- Frankfurter Rundschau: Die neue, alte Macht Frankfurt (ots) - Jetzt hat Kyriakos Mitsotakis übernommen, und er
muss sich erst gar nicht verbiegen: Steuersenkungen für Unternehmen,
Privatisierung auf Teufel komm raus - was einem Tsipras wenigstens
noch wehgetan haben mag, ist beim Ex-Banker Mitsotakis Programm. Zwar
möchte auch der Neue die Auflagen der europäischen Institutionen, vor
allem die geforderten Haushaltsüberschüsse, neu verhandeln. Das aber
liegt nicht daran, dass er im Kern eine andere Politik anstrebt. Er
will nur mehr Zeit, um nach klassisch-neoliberalem Muster "die mehr...
- Mitteldeutsche Zeitung: zu Griechenland Halle (ots) - Nun kommt es darauf an, was der neue Premierminister
Mitsotakis und Oppositionschef Tsipras machen. Mitsotakis will der
Wirtschaft mit einer Entschlackung der öffentlichen Verwaltung und
Steuersenkungen Wachstumsimpulse geben. Seine Devise lautet: weniger
Staat, weniger Steuer, mehr Investitionen und neue, hochwertige
Arbeitsplätze. Er will das Wachstumstempo von derzeit weniger als
zwei Prozent im Jahr auf vier Prozent mehr als verdoppeln. Ob ihm das
gelingt, wird nicht zuletzt von der Opposition abhängen.
Pressekontakt: mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|