Märkische Oderzeitung: Die "Märkische Oderzeitung" Frankfurt (Oder) übermittelt Ihnen vorab eine Meldung aus ihrer Sonnabend-Ausgabe.
Geschrieben am 30-03-2007 |
Frankfurt/Oder (ots) - Redakteure der Zeitung konnten im Moskauer "Puschkin-Museum der bildenden Künste" als erste Deutsche seit 62 Jahren die dort als Beutekunst gelagerten sechs noch fehlenden Bleiglasfenster aus der Frankfurter Marienkirche betrachten. Bei einer Verwendung bitten wir um eine Quellenangabe. Märkische Oderzeitung entdeckt in Moskau fehlende Fenster aus Frankfurter Marienkirche / Rückkehr der Scheiben bleibt noch ungewiss
Moskau / Frankfurt (Oder) (MOZ) Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wurden die bislang vermissten sechs fehlenden Bleiglasfenster aus der Kirche St. Marien in Frankfurt (Oder) deutschen Besuchern gezeigt. Redakteure der Märkischen Oderzeitung konnten die Glasbilder im Moskauer Puschkin-Museum besichtigen. Nach vielen Gesprächen mit dem Museum und dem Moskauer Kulturministerium zeigten russische Fachleute die Scheiben, die bislang im Museumsdepot verborgen gehalten wurden. Wann die Fenster wieder nach Deutschland gelangen, ist allerdings noch ungewiss. Die Nachricht sorgte im deutschen Kultusministerium für ungläubiges Staunen. Niemand hat dort gedacht, dass die russische Seite die bislang versteckt gehaltenen fehlenden Scheiben der 117-teiligen Frankfurter Bilderbibel zeigen würde. Zum Stand der Verhandlungen über die Rückführung der seit 62 Jahren fehlenden Fensterfelder gibt es dort noch keine Aussage. Ein Sprecher von Kulturstaatsminister Bernd Neumann sagte lediglich: "Wir sind nach den letzten Gesprächen zuversichtlich, dass die Felder rasch zurückkommen." Eine von russischen Museumsmitarbeitern gegenüber der MOZ gemachte Aussage, die Fenster könnten innerhalb der nächsten drei Monate nach Deutschland zurückkehren, wollte er nicht bestätigen. Auch die Chefin des Moskauer Puschkin-Museums, Irina Antonowa, die als Hardlinerin in der Beutekunst-Frage gilt, zeigte sich gegenüber der MOZ vorsichtig optimistisch. Das 1998 beschlossen russische Gesetz über die Beutekunst sehe bei religiösen Gegenständen die Möglichkeiten zur Rückgabe an Deutschland vor. Doch auch in diesem Falle habe die Duma das letzte Wort.
Die Mehrzahl der Frankfurter Fenster, 111 Scheiben, waren bereits im Jahr 2002 aus Sankt Petersburg zurückgekehrt. Diese Scheiben galten bis 1991 als verschollen. Die Rückgabe der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Bleiglasfenster ist nach der politischen Wende in Osteuropa der bisher einzige große Fall der Heimkehr von Beutekunst, der zwischen Russland und Deutschland erfolgreich abgeschlossen wurde.
Während das erste Kirchenfenster bereits wieder in der Frankfurter Marienkirche eingebaut werden konnte, sollen die beiden restlichen am 29. Juni 2007, dem fünften Jahrestag ihrer Rückkehr, festlich eingeweiht werden.
Wie Gerlinde Möhrle, Leiterin des Restauratorenteams in Frankfurt sagte, würden die noch fehlenden Scheiben selbst bei einer sofortigen Rückkehr nicht bis Ende Juni eingebaut werden können. Die Restaurierung eines einzigen Fensterfeldes benötige zwischen vier und sechs Wochen Zeit. +++
Originaltext: Märkische Oderzeitung Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=55506 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_55506.rss2
Pressekontakt: Rückfragen bitte an: Märkische Oderzeitung CvD Telefon: 0335/5530 563 cvd@moz.de
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
62813
weitere Artikel:
- LVZ: Milbradt: Bundesumweltminister soll mit dem Braunkohle-Angebot des Bundesrates "auch im eigenen Interesse" fair und kreativ umgehen Leipzig (ots) - Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) hat an Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) appelliert, "auch im eigenen Interesse kreativ mit der Mehrheitsempfehlung des Bundesrates umzugehen, bei der Erneuerung des deutschen Kraftwerkparks die Braunkohle im Vergleich zu Gas- und Steinkohlekraftwerken nicht zu benachteiligen". Gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Sonnabend-Ausgabe) wies Milbradt darauf hin, "wenn er aus der Steinkohle und aus der Atomenergie aussteigen will, bleibt ihm nur die Braunkohle, um die mehr...
- Westfälische Rundschau: Kommentar: Privatisierung von Bahnstrecken in NRW Dortmund (ots) - Als vor Jahren die ersten kleinen privaten Verkehrsunternehmen antraten, um dem übermächtigen Monopolisten Deutsche Bahn die Lizenz für die eine oder andere "Bimmelbahn" abzu- trotzen, wurden die Newcomer vielfach belächelt. Heute lacht keiner mehr. Am wenigsten die Bahn. Private Betreiber von Regionalbahn- oder Regionalexpress-Linien sind in NRW längst zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für die DB geworden. Einst als Kleinbetriebe gestartet, haben sich die Privat-Fahrer mit finanzstarken Partnern verbündet und mehr...
- Westdeutsche Zeitung: Frankfurter Richterin = von Alexander Marinos Düsseldorf (ots) - Dass Urteile "im Namen des Volkes" oft alles mögliche für sich in Anspruch nehmen können, nur eben nicht, im Namen des Volkes zu sein, ist eine Binsenweisheit. Manchmal allerdings wird der Gegensatz zwischen einem Richterspruch und der Volksmeinung so eklatant, dass ein Aufschrei durch die Republik geht - ein Aufschrei, der durchaus heilend wirken kann. Nicht anders war und ist das bei dem Scheidungsurteil einer Frankfurter Richterin, die sich unter anderem auch auf den Koran berief (was nicht nur der Volksmeinung widersprach, mehr...
- Südwest Presse: Kommentar zur aktuellen Verkehrstatistik Ulm (ots) - Zahlen sind bekanntlich ziemlich unbestechlich. Deshalb bilden Statistiken in der Tat die Wirklichkeit ab. Bei der Interpretation von statistischen Zahlen freilich wird das Gelände der gesicherten Erkenntnis schnell verlassen. Die absolute Wahrheit findet sich dann keineswegs. Die aktuelle Verkehrsstatistik ist ein gutes Beispiel dafür. Die gestiegene Zahl der in Flensburg registrierten Verkehrssünder deutet auf den ersten Blick auf eine weiter gesunkene Verkehrsmoral hin. Doch dann rücken andere Faktoren in den Mittelpunkt: mehr...
- Neuer Audiocast des HAUS RISSEN HAMBURG: "Die Verfassung der USA. Amerikas Geschenk an die Welt" Hamburg (ots) - Anti-Amerikaner halten die USA pauschal für einen Unrechtsstaat. Menschenrechte, Grundrechte und Bürgerrechte seien bedroht, die Regierung kontrolliere Telefone, Konten und die Gesinnung der Bürger. Die legendäre Freiheit des amerikanischen Bürgers sei eine Illusion, das amerikanische Credo von Individualismus, staatlicher Zurückhaltung und Freiheit eine Schimäre. Kurz: Amerika sei ein Polizeistaat. Da diese antiamerikanischen Argumente immer weitere Verbreitung finden, widmet HAUS RISSEN HAMBURG die dritte Ausgabe mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|