EU-Parlamentarier schwächen CO2-Grenzwerte für Kleinlaster ab
Geschrieben am 28-09-2010 |
Berlin (ots) - Pressemitteilung
Umweltausschuss des EU-Parlaments verneigt sich erneut vor der
Automobilindustrie und schwächt CO2-Grenzwerte für Transporter und
Kleinlaster ab - DUH-Geschäftsführer Resch: "Automobilindustrie
diktiert ihre Bedingungen der Politik" - weiterhin Tempo 200 für
Rennlaster in Deutschland erlaubt Umweltausschuss des EU-Parlaments
verneigt sich erneut vor der Automobilindustrie und schwächt
CO2-Grenzwerte für Transporter und Kleinlaster ab -
DUH-Geschäftsführer Resch: "Automobilindustrie diktiert ihre
Bedingungen der Politik" - weiterhin Tempo 200 für Rennlaster in
Deutschland erlaubt
Als "klimapolitisch fatal und industriepolitisch kontraproduktiv"
kritisiert die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) die heute im
EU-Umweltausschuss beschlossenen CO2-Grenzwerte für leichte
Nutzfahrzeuge. Die Umweltpolitiker des EU-Parlaments haben die Ziele
der EU-Kommission bei ihrer heutigen Sitzung weiter abgeschwächt und
sind damit Forderungen der europäischen Nutzfahrzeugindustrie
nachgekommen. "Der Kotau des EU-Umweltausschusses vor den Autobauern
ist gleichsam schlecht für das Klima und schlecht für die
europäischen Firmen, die auf spritsparende Kleinlaster und
Transporter angewiesen sind, um ihre Betriebskosten im Griff zu
halten", sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Das nun
angepeilte Ziel von 140 Gramm CO2/km bis 2020 ist überhaupt nicht
ehrgeizig und zudem ein falsches Signal an die
Nutzfahrzeugeindustrie, die nur mit effizienten Fahrzeugen
langfristig wettbewerbsfähig bleibe.
"Die IAA Nutzfahrzeugemesse hat letzte Woche gezeigt wohin der
Trend geht. Die Kunden fragen nach sparsamen Fahrzeugen und die
Industrie hat ja bereits etliche Fahrzeuge vorgestellt, die die
zukünftigen Grenzwerte ab 2012 einhalten", sagte Resch. Die deutschen
Hersteller VW und Mercedes können nach eigenen Angaben bereits heute
den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Grenzwert von 175g CO2/km
bis 2016 erreichen. Beide Hersteller geben an, dass die Technik zur
Verfügung stehe ohne Veränderungen am Modell vornehmen zu müssen.
Dennoch jammerten sie vor den Europaabgeordneten, die zukünftigen
Grenzwerte leider nicht einhalten zu können.
Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat heute morgen
beschlossen, dass die Hersteller 2020 nur das Ziel von 140 Gramm
CO2/km erreichen müssen - die EU-Kommission wollte 135 Gramm CO2/km
bis 2020. Außerdem haben die EU-Parlamentarier die möglichen
Strafzahlungen für die Industrie gesenkt: Statt 120 Euro pro Gramm
CO2 pro Laster, sollen die grenzwertüberschreitenden Hersteller nur
95 Euro pro Gramm und Laster zahlen. Der Industrie entgegen kamen die
Parlamentarier auch mit weitreichenden Spielräumen für sog.
Super-Credits. Die Industrie darf demnach die CO2-Minderung ihrer
Spritschlucker-Fahrzeuge mit Elektrolastern ausgleichen. Zudem soll
es auch keine in den Fahrzeugen eingebaute Geschwindigkeitsbegrenzung
geben. "Mit dieser Entscheidung haben insbesondere die deutschen
Nutzfahrzeugehersteller weiterhin die Möglichkeit, sich mit
übermotorisierten Renntransportern von den Mitbewerbern zu
differenzieren, die mit Tempo 180 bis 200 die Autobahnen unsicher
machen", sagte Resch.
Originaltext: Deutsche Umwelthilfe e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/22521
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_22521.rss2
Pressekontakt:
Jürgen Resch, Deutsche Umwelthilfe e. V. Bundesgeschäftsführer,
Hackescher Markt 4, 10178 Berlin; Mobil: 0171 3649170, resch@duh.de
Ulrike Fokken, Sprecherin Politik & Presse, Deutsche Umwelthilfe
e.V., Hackescher Markt 4, 10178 Berlin, Tel.: 030 2400867-22, 0151
55017009, fokken@duh.de
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
291886
weitere Artikel:
- Voßhoff/Kauder: Union begrüßt Vorschläge des Weißen Rings zum Opferschutz Berlin (ots) - Der Fachbeirat Strafrecht des Weißen Rings hat
heute in Berlin über eine Verbesserung des Opferschutzes beraten.
Dazu erklären die rechtspolitische Sprecherin der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andrea Voßhoff und der Vorsitzende des
Rechtsausschusses, Siegfried Kauder:
"Im Sinne des Schutzes von Kindern, die Opfer eines Sexualdelikts
geworden sind, muss die Öffentlichkeit in einem Strafprozess auch
gänzlich ausgeschlossen werden können. Diese Forderung des Weißen
Rings wird von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion rückhaltlos mehr...
- EnBW begrüßt Energiekonzept Karlsruhe (ots) - Zum heute vom Kabinett verabschiedeten
Energiekonzept erklärt der Vorstandsvorsitzende der EnBW Energie
Baden-Württemberg AG Hans-Peter Villis: "Mit dem jetzt
verabschiedeten Energiekonzept hat die Bundesregierung einen Rahmen
für die Zukunft gesetzt, das begrüßen wir ausdrücklich. Der
Energiemix für eine sichere Versorgung ist damit vorgegeben. Jetzt
wird es darum gehen, dieses Konzept umzusetzen, wobei ein besonderes
Augenmerk auch auf den Ausbau der Stromnetze gelegt werden muss. In
Zukunft wird es darauf mehr...
- Zahl des Monats September: 101 Rabattverträge können Arzneimittelsicherheit gefährden Berlin (ots) - Bei 101 von 143 Wirkstoffen, für die derzeit ein
AOK-Rabattvertrag besteht, kann es vorkommen, dass das in der
Apotheke abgegebene Rabattarzneimittel nicht für die gleichen
Anwendungsgebiete (Indikationen) zugelassen ist, wie das ursprünglich
vom Arzt für den Patienten verordnete. Das ergab eine
Datenbankanalyse, die die Medizinische Medien Informations GmbH (MMI)
im September 2010 durchführte. Damit steht fest: Es wird keine
Ausnahme sein, dass ein AOK-Versicherter ein Arzneimittel bekommt, in
dessen Packungsbeilage mehr...
- Baugewerbe begrüßt Kabinettsbeschluss zum Energiekonzept Berlin (ots) - "Wir begrüßen die Entscheidung der Bundesregierung,
mit dem Energiekonzept einen verbindlichen Fahrplan zur Erreichung
eines energieeffizienten Gebäudebestandes vorzulegen. Wir haben immer
betont, dass im Gebäudebestand ein großes Energieeinsparpotenzial
schlummert, das es zu heben gilt." Mit diesen Worten kommentierte RA
Felix Pakleppa, Geschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen
Baugewerbes den heutigen Kabinettsbeschluss. "Mit dem richtigen Mix
aus Fördern und Fordern wird es gelingen, die ehrgeizigen
Klimaschutzziele mehr...
- Saarbrücker Zeitung: Linke wehren sich gegen Ausschluss vom Bundestag Saarbrücken (ots) - Nach Protesten gegen das Bahnprojekt
"Stuttgart 21" im Bundestag wehren sich die Linken jetzt gegen eine
von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) verhängte Strafe. Der
Justiziar der Linksfraktion, Wolfgang Neskovic, sagte der
"Saarbrücker Zeitung" (Mittwochausgabe), seine Fraktion habe per
Eilantrag Widerspruch beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe
eingelegt. "Es gab keine gröbliche Verletzung der parlamentarischen
Gepflogenheiten", so Neskovic.
Lammert hatte gegen fünf linke Abgeordnete den mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|