WAZ: Unsouverän. Kommentar von Dirk Hautkapp
Geschrieben am 20-06-2011 |
Essen (ots) - Die Linke gibt auf ihrem steinigen Weg der
Parteiwerdung bei zentralen Problemen - mal ist es der Umgang mit
dem Kommunismus, mal die Haltung zu Israel - ein erschreckend
unsouveränes Bild ab. Führungsfiguren wie Gregor Gysi wissen sich nur
noch mit Drohungen und Zwang zu helfen.
Dass er der Fraktion im Bundestag jüngst eine
Unvereinbarkeitsklausel abtrotzte, die helfen soll, die Partei vom
grassierenden Antisemitismus-Verdacht zu befreien, spricht für sich;
zumal fast ein Dutzend Abgeordnete die Abstimmung sabotierten.
Doch mit dem Beschluss, kein Antisemit zu sein, ist es nicht
getan. Man muss glaubwürdig vorleben, dass bei jeder berechtigten
Kritik an der repressiven Politik Israels gegenüber den
Palästinensern das Existenzrecht Israels nie auf eine abschüssige
Bahn gerät. Leider haben es sich in der Linkspartei einige
Unbelehrbare zur Aufgabe gesetzt, mit diesem Grundsatz zu spielen;
und sei es, indem sie auf einer Konferenz vor Sympathisanten der
radikal-islamischen Hamas mit einem Schal um den Hals auftreten, auf
dem eine Landkarte des Nahen Ostens zu sehen ist - ohne Israel. Auch
dumme Provokateure sind eine Gefahr.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
338465
weitere Artikel:
- WAZ: Duisburger Neuanfang. Kommentar von Oliver Schmeer Essen (ots) - Jetzt muss der Bürger also in die Hand nehmen, wozu
Duisburgs OB Sauerland und seine um die Macht bangende CDU nicht in
der Lage waren: Duisburg nach der Loveparade-Katastrophe einen
Neuanfang ermöglichen. Solange die Zerrissenheit um ihren obersten
Repräsentanten anhält, kann die Stadt nicht zur Normalität
zurückfinden.
"Neuanfang für Duisburg" nennt sich die Abwahlinitiative. Sie
heißt eben nicht "Sauerland raus" und will irgendeinen missliebigen
Oberbürgermeister aus der Stadt jagen. Es geht vielmehr um die mehr...
- WAZ: Dankeschön für den Zivi. Kommentar von Matthias Korfmann Essen (ots) - Der "Zivi" geht. Das ist eine schlechte Nachricht,
denn er hinterlässt eine Lücke, die derzeit nicht zu füllen ist.
Viele werden sich den Zivi zurückwünschen.
Der Zivi war nicht immer so beliebt. Vor 50 Jahren war es sogar
mutig, Eltern, Nachbarn oder einem Arbeitgeber zu sagen: Ich
verweigere den Kriegsdienst. Unerhört war das, mitten im Kalten
Krieg. In einem Land, das lange den Soldaten gehuldigt hatte und das
gerade dabei war, sich wieder zu bewaffnen.
Der Zivi kämpfte tapfer gegen das Drückeberger-, Weichei- mehr...
- NABU-Präsident Tschimpke: Atomausstieg Beitrag zur Versorgungssicherheit/ Müller (Verband Energie- und Wasserwirtschaft): Beim Atomausstieg wäre weniger Föderalismus hilfreich Bonn (ots) - Bonn/Berlin, 20. Juni 2011 - Olaf Tschimpke,
Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), hält die Debatte
um einen früheren Atomausstieg als 2022 zum jetzigen Zeitpunkt für
überzogen. "Wir hatten in unseren Papieren 2017 stehen, aber am Ende
kommt es nicht auf Monate an", sagte er in der PHOENIX-Sendung UNTER
DEN LINDEN (Ausstrahlung heute, Montag, 20. Juni 2011, 22.15 Uhr).
Entscheidend sei, dass alle gesellschaftlichen Kräfte und Parteien
zum Ausstiegsbeschluss stehen. Vom Netzausbau bis zu Naturschutz und mehr...
- Kölner Stadt-Anzeiger: Achtung Sperrfrist 23 Uhr!
NRW-Finanzminister will Steuersatz für "Stolpersteine" neu prüfen lassen Köln (ots) - Norbert Walter-Borjans, Finanzminister des Landes
NRW, will die Umsatzsteuer auf die "Stolpersteine" des Kölner
Künstlers Gunter Demnig erneut prüfen lassen. Bei den
"Stolpersteinen" handele es sich nicht um eine Massenanfertigung,
sagte Walter-Borjans dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe),
sondern "um ein einziges Werk der Erinnerung, das durch den Künstler
permanent vervollständigt wird". Zuletzt war festgelegt worden, diese
von sieben auf 19 Prozent zu erhöhen. Diese Entscheidung hatte für
Unverständnis gesorgt. mehr...
- Rheinische Post: Steuergeschenk Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Birgit Marschall:
Ach Gott, nun also auch der Rösler. Wie sein Vorgänger ruft der
neue FDP-Vorsitzende lauthals nach Steuersenkungen noch in dieser
Legislaturperiode. Soll er sie doch bekommen, schon um des lieben
Koalitionsfriedens willen. Die Steuereinnahmen entwickeln sich
derzeit hervorragend, ein allzu großes Haushaltsrisiko ist nicht
erkennbar. Für Steuerentlastungen sprechen allerdings nur politische,
keine ökonomischen Gründe. Sie würden schlicht die Chancen von Union
und FDP bei der mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|