Allg. Zeitung Mainz: Kommentar zum Euro
Geschrieben am 27-02-2008 |
Mainz (ots) - Eigentlich freuen sich Börsianer über Kursrekorde. Davon gibt es derzeit einige: Gold, Öl und andere Rohstoffe sind in Dollar berechnet so teuer wie noch nie. Und der Euro erlebt einen ungeahnten Höhenflug gegenüber der amerikanischen Währung. Vor ein paar Jahren war die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar nur wenig mehr als halb so viel wert. Auch die Aktienmärkte haben sich in den letzten Tagen kräftig erholt. Ist also alles wieder in Butter? Das ist leider gar nicht der Fall. Denn Rekordjagden sind vielleicht gut für Spekulanten. Für die Wirtschaft insgesamt trifft dies nicht zu. Der hohe Eurokurs hat gute und schlechte Seiten. Der Preisanstieg beim in Dollar notierten Öl wird dadurch zwar gebremst. Auf der anderen Seite werden aber deutsche Exporte in den Dollar-Raum teurer. Ab einem gewissen Währungskurs leidet deshalb das Wachstum in der Eurozone. Allerdings sind die Folgen einer so starken Abwertung des Dollar nicht mehr ganz so schlimm wie früher. Denn andere Absatzmärkte haben inzwischen stark an Bedeutung gewonnen, vor allem in Asien. Der Kursanstieg des Euro gilt bei den Fachleuten zudem als Zeichen der wirtschaftlichen Stärke Europas. Die Folgen daraus sind also eine Art Fluch des Erfolgs. Sorgen müssen sich die Volkswirte weniger um die alte Welt machen, denn um die neue. Die Krise in den USA ist nämlich längst noch nicht beendet. Die jüngsten Konjunkturdaten deuten auf steigende Inflation bei gleichzeitigem Nullwachstum hin. Diese Mischung ist brisant, weil kaum zu bekämpfen. So besteht die Gefahr, dass der Riese noch lange Zeit torkelt und am Ende doch noch die Weltwirtschaft in Turbulenzen gerät. Die Anleger sind jedenfalls gewarnt. Sie flüchten scharenweise in sichere Anlagen, zu denen in Krisenzeiten auch das gute alte Gold gehört.
Originaltext: Allgemeine Zeitung Mainz Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65597 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65597.rss2
Pressekontakt: Allgemeine Zeitung Mainz Melanie Wied Telefon: +49-(0)6131/48-5987 Fax: +49-(0)6131/48-5868 crossmedia@vrm.de
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
122405
weitere Artikel:
- LVZ: Leipziger Volkszeitung zu Online-Durchsuchungen Leipzig (ots) - Dieser Knall war überfällig. In ihrem gestrigen Urteil haben die Verfassungsrichter nicht nur Bundesinnenminister Schäuble aus seinen zuweilen wilden Überwachungswunschträumen hochgeschreckt. Karlsruhe gab einen Warnschuss für all jene ab, die wähnten, die verführerischen Möglichkeiten moderner Technik ließen sich ungezügelt zur Kontrolle des Bürgers einsetzen. Die höchste Instanz hat sich keineswegs damit begnügt, den Versuchsballon heimlicher Online-Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen platzen zu lassen. Sie leitete mehr...
- Rheinische Post: Kommunen droht Blockade Düsseldorf (ots) - von Detlev Hüwel Eins vorweg: Dass es 2009 in NRW keinen Extra-Termin für die Kommunalwahlen (samt gleichzeitiger Bürgermeisterwahlen) geben soll, ist zu begrüßen. Es machte wenig Sinn, die Bürger erst im Juni (Europa), dann im Herbst (Bundestag) und dann noch einmal zur Kommunalwahl an die Urnen zu bitten. Das wäre es Guten zu viel - ganz abgesehen davon, dass jeder Wahlkampf eine Menge Geld kostet. Eine Zusammenlegung der Kommunal- mit der Europawahl in Juni, wie es CDU und FDP planen, ist allerdings ziemlich mehr...
- Rheinische Post: Späher im PC Düsseldorf (ots) - von Gerhard Voogt Mit ihrem Urteil zur Online-Durchsuchung haben die Karlsruher Richter den Fahndern enge Grenzen gesetzt. Private Daten dürfen erst nach einem richterlichen Beschluss ausgespäht werden - und nur dann, wenn ein konkreter Verdacht auf eine schwere Straftat besteht. Die Blanko-Vollmacht für eine unkontrollierte Überwachung ist vom Tisch. Kein unbescholtener Bürger muss befürchten, dass Polizei und Geheimdienste willkürlich in privaten Computer-Daten herumschnüffeln. Eine gute Nachricht. Gleichzeitig mehr...
- Rheinische Post: Von der Leyens Ziel Düsseldorf (ots) - von Stefanie Winkelnkemper Auf den ersten Blick haben Finanzminister Peer Steinbrück und Familienministerin Ursula von der Leyen ihr Gesicht verloren. Im Gesetz zum Krippenausbau einigten sie sich auch auf ein Betreuungsgeld - obwohl beide eigentlich dagegen sind. Nun sollen Eltern, die ihr Kind zu Hause betreuen, ab 2013 Geld vom Staat bekommen. Dies hatte die SPD als "Herdprämie" heftig bekämpft. Auch fortschrittliche Frauen der Union wie von der Leyen halten nichts davon. Die Mehrheit der CDU und insbesondere mehr...
- Kölner Stadt-Anzeiger: Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy: Vorstellungen Schäubles wurde Riegel vorgeschoben Köln (ots) - Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, geht nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Online-Durchsuchungen davon aus, dass das Instrument nur sehr selten angewandt werden kann. "Für das BKA-Gesetz bedeutet das Urteil, dass die heimlichen Zugriffe nur in extremen Ausnahmesituationen zulässig sind", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstag-Ausgabe). "Das ist vergleichbar mit dem Großen Lauschangriff. Das Bundesverfassungsgericht hat erneut sehr hohe Hürden formuliert: nur bei konkreten Gefahren mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|