Neue OZ: Kommentar zu Köhler / Bundeswehr / Afghanistan
Geschrieben am 27-05-2010 |
Osnabrück (ots) - Vergessliche Opposition
Die Empörung über Horst Köhler wirkt aufgesetzt. Vor allem die SPD
regt sich wider besseres Wissen über den Bundespräsidenten auf, der
Wirtschaftsinteressen in Zusammenhang mit Auslandseinsätzen gestellt
hat. Oder hat die heutige Oppositionspartei vergessen, dass sie 2006
Co-Autor des "Weißbuches zur Sicherheitspolitik Deutschlands" war, in
dem richtigerweise der freie Welthandel als nationales Interesse
festgeschrieben wurde? Außerdem sollten sich die Köhler-Kritiker der
SPD daran erinnern, dass sie selbst der Verlängerung des
Anti-Piraten-Einsatzes vor Somalia zugestimmt haben. Und am Horn von
Afrika geht es tatsächlich allein um den Schutz wichtiger
Handelsrouten, der im Rahmen multinationaler Bündnisse sowie auf
Grundlage des Völkerrechts erfolgt.
Unglücklich an Köhlers Beitrag ist allein, dass der Eindruck
entstehen konnte, der Afghanistan-Einsatz habe primär etwas mit
Wirtschaftsinteressen zu tun. Am Hindukusch riskieren aber keine
"Bundeswehr-Soldaten Gesundheit und Leben für die Exportinteressen
riesiger Konzerne", wie die Linkspartei poltert. Afghanistan ist
schließlich ein Armenhaus. Dort lässt sich in der Regel kein großes
Geld verdienen, nur verlieren. Es gilt, einen weiteren 11. September
2001 und den Zusammenbruch einer Krisenregion zu verhindern. Deshalb
gibt der Westen für diesen Krieg Milliarden aus.
Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
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