Neue OZ: Kommentar zu EU / Arbeit / Ausbildung
Geschrieben am 04-12-2013 |
Osnabrück (ots) - Mut, um aufzubegehren
Kaffekochen, Kopieren und Kostüme für die Chefin in die Reinigung
bringen - dieses Klischee haftet Praktikanten seit Jahrzehnten an.
Doch ihr Arbeitsalltag sieht in Wirklichkeit anders aus: Immer wieder
haben Studien gezeigt, dass gut ausgebildete Aushilfskräfte
Vollzeitbeschäftigte in Firmen ersetzen - miserabel oder gar nicht
bezahlt. Vor allem in den Branchen Mode, Medien und Marketing ist
dies gängige Methode. Den Anwärtern auf einen Job wird viel
versprochen. Die Übernahme scheint in greifbarer Nähe, wenn denn
praktische Erfahrungen gemacht sind. Eine gerade veröffentlichte
Erhebung der Jobbörse Absolventa hat jedoch gezeigt: Weniger als
jeder Zehnte der 7500 Befragten durfte nach dem Praktikum tatsächlich
bleiben.
Dabei hat sich die Situation schon verbessert. Inzwischen spricht
man nicht mehr von der "Generation Prekariat", "jung, dynamisch,
arbeitslos", wie noch vor wenigen Jahren. Doch die Bedingungen sind
nicht optimal. Umso wichtiger, dass die EU-Kommission das Thema aufs
Tapet bringt und mehr Transparenz fordert. Den Praktikanten ist
jedoch nicht genug geholfen, wenn sie künftig über Bezahlung und
Arbeitszeiten besser aufgeklärt werden. Neben einheitlichen Standards
müssen vor allem Mindestbezüge her. Doch danach sucht man in der
EU-Vorlage vergeblich. Solange die Vorgaben nicht stehen, brauchen
Praktikanten vor allem eins: Mut, um gegen Missstände aufzubegehren.
Katja Heins
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
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