Rheinische Post: Diese Gewerkschaft
gehört aufs Abstellgleis
Kommentar Von Antje Höning
Geschrieben am 03-11-2014 |
Düsseldorf (ots) - Weil die Väter des Grundgesetzes starke
Gewerkschaften wollten, schrieben sie die Tarifautonomie (und damit
das Streikrecht) in die Verfassung. Doch wie jedes Recht hat auch
dieses Grenzen. Streiks sind nur zulässig, solange sie
verhältnismäßig sind. Davon kann bei der Lokführer-Gewerkschaft GDL
keine Rede mehr sein. Die GDL kämpft nicht um mehr Lohn, sondern nur
um mehr Macht im gewerkschaftsinternen Kampf. Sie will nun vier Tage
lang die Republik lahmlegen. Und sie lässt die Fahrgäste auch noch im
Unklaren, wann es losgeht. Aber auch die Bahn verdient Kritik. In der
Hoffnung, dass der Gesetzgeber die GDL mit dem Tarifeinheits-Gesetz
stutzt, spielt sie auf Zeit. Warum hat sie nicht längst versucht, die
Streiks mit Verweis auf die Verhältnismäßigkeit gerichtlich zu
stoppen? Zugleich müssen sich die Lokführer fragen, wie lange sie
ihrem Chef Claus Weselsky noch folgen wollen. Nicht nur, dass der
Sachse bereits durch Behinderten-Witze aufgefallen ist. Er versteht
noch nicht mal sein Geschäft: Obwohl die GDL in den vergangenen
Jahren streikte wie keine andere Gewerkschaft, schaffte sie nur
durchschnittliche Abschlüsse. Höchste Zeit, Weselsky aufs
Abstellgleis umzuleiten.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Kontaktinformationen:
Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.
Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.
Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.
http://www.bankkaufmann.com/topics.html
Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.
@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf
E-Mail: media(at)at-symbol.de
554473
weitere Artikel:
- Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Lokführerstreik
Ganz oder gar nicht
Wolfgang Mulke, Berlin Bielefeld (ots) - Der von den Arbeitgebern der Bahn ausgelegte
Köder wird zwar immer ansehnlicher, doch die Lokführergewerkschaft
(GDL) schnupperte auch am letzten Bissen nur ein wenig und ließ ihn
dann links liegen. Für Millionen Pendler und Reisende, für
Industrieunternehmen und die Bahn selbst bedeutet diese Entscheidung
nichts Gutes. Es stehen weitere, womöglich auch längere Streiks auf
der Schiene an. Der Tarifstreit eskaliert. Nach ihren bisherigen
Äußerungen bleibt der Gewerkschaft auch keine andere Wahl. Die GDL
müsste bei mehr...
- Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Es bleibt beim G8
Mehr Ehrlichkeit
Bernhard Hänel Bielefeld (ots) - Es bleibt beim Abitur nach acht Jahren am
Gymnasium (G8). Doch der Turbo soll gedrosselt werden. Und das ist
gut so. "Rin in die Kartoffeln und raus aus die Kartoffeln" war viel
zu lange Brauch in der Schulpolitik in NRW. Durch Rückschritt kommt
man eben nicht nach vorne. Vorwärtsweisend sind die Beschlüsse des
Runden Tisches allemal. Vieles soll optimiert werden, ohne dass das
Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird. Das reicht von der
Unterrichtsorganisation bis zu einer moderneren Lernkultur. Dazu
gehören Details mehr...
- Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Fixierungen von Pflegebedürftigen
Mehr Personal für mehr Freiheiten
Carolin Nieder-Entgelmeier Bielefeld (ots) - Ob mit Gittern, Fesseln oder Medikamenten: Das
Fixieren und Ruhigstellen von Pflegebedürftigen ist ein gravierender
Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht. Egal, ob es zum Schutz des
Patienten passiert oder der Träger Angst vor der Haftungsfrage hat.
Deshalb ist es richtig und wichtig, dass Träger von
Pflegeeinrichtungen und das NRW-Justizministerium die Zahl der
Fixierungen so weit wie möglich reduzieren möchten. Doch Forderungen
bringen nichts, wenn die Rahmenbedingungen zur Umsetzung fehlen, die
von der Politik mehr...
- Westfalenpost: Neuerlicher Bahnstreik Hagen (ots) - Schön ist das nicht. Wenn die
Lokführergewerkschaft GDL sagt: "Wir streiken, sagen aber noch nicht,
wann", dann trifft sie ihren Arbeitgeber und natürlich vor allem die
Kunden doppelt. Wer weiß, dass von Donnerstag bis Samstag gestreikt
wird, der kauft sich für Mittwoch oder für Sonntag vielleicht noch
eine Fahrkarte. Wer nur weiß, dass irgendwann demnächst gestreikt
wird, der wird es sicherheitshalber lassen. Jedenfalls, wenn er
Alternativen hat. Wer trägt die Schuld an der Eskalation in
diesem Tarifkonflikt? mehr...
- Weser-Kurier: Kommentar von Frank Herrmann zu den US-Kongresswahlen Bremen (ots) - Auf den ersten Blick scheint es paradox. Die
Arbeitslosigkeit sinkt, die Wirtschaft wächst in einem Tempo, das
Europa neidisch machen kann. Und doch steht die Partei des
Präsidenten bei den Kongresswahlen vor einer empfindlichen
Niederlage. Stimmen die Umfragen, büßen die Demokraten Barack Obamas
nun auch die Mehrheit im Senat ein, nachdem sie vor vier Jahren
bereits die Kontrolle über das Abgeordnetenhaus an die Republikaner
abgeben mussten. Schuld ist die Enttäuschung über die politische
Klasse, deren Vertreter mehr...
|
|
|
Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten
Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:
LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|